Der Ort des Brandes: Bis zu zwei Meter hoch seien die Stichflammen gewesen. © Daniel Immel
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Brand in Kleingartenanlage: „Die Flammen waren bis zu zwei Meter hoch“

Einen Tag nach dem Brand in einer Kleingartenanlage in Dortmund-Kurl berichten Anwohner, wie sie das Feuer erlebten. Zudem ermittelt die Polizei.

„Der Rauch war bis über die Bäume sichtbar.“ So beschreibt eine Anwohnerin ihren Eindruck von einem Brand in der Kleingartenanlage in der Plaßstraße in Dortmund-Kurl. Ihren Namen möchte sie nicht in diesem Bericht lesen. Sie wohnt in der Rumpstraße. Diese Straße grenzt wie die Plaßstraße an die Anlage.

Der besagte Brand ereignete sich Sonntagabend gegen 18.40 Uhr. Sieben Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren grillten auf einem der Grundstücke, wie die Polizei am Tag danach auf Nachfrage unserer Redaktion angibt.

Sie verwendeten dabei eine Grillschale und kippten den Ermittlungen zufolge Brandbeschleuniger in die Schale: „Die Jugendlichen wollten damit das Feuer pimpen“, erklärt ein Polizeisprecher.

Durch den Einsatz des Brandbeschleunigers kam es zu einer Verpuffung, so dass ein großes Feuer entstand. Gegen die Jugendlichen wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Eigentümer der Parzelle der Kleingartenanlage ist nach Aussagen der Polizei ein Verwandter eines der Jugendlichen.

Stichflammen bis zu zwei Meter hoch

Etlichen Anwohnern ist dieser Brand aufgefallen, wie der genannten Anliegerin aus der Rumpstraße. „Die Flammen waren bis zu zwei Meter hoch“, berichtet sie weiter. Im Gespräch führt sie aus, dass durch den Brand ein auf dem betroffenen Grundstück befindlicher Baum angefangen habe zu brennen.

Eine weitere Anwohnerin, die ebenfalls anonym bleiben möchte, verfolgte den Brand von ihrem Grundstück aus. Als sie den Rauch bemerkte, sei die Feuerwehr kurz darauf bereits eingetroffen. „Viele Nachbarn sind auf die Straße gegangen, als sie das Feuer gesehen haben“, ergänzt sie.

Einen Tag nach dem Unfall ist niemand anzutreffen

Am Tag nach dem Brandunfall konnte sich unsere Redaktion auch ein eigenes Bild von dem Brandschaden machen: Ein Geruch von Ruß und verbranntem Holz liegt noch immer in der Luft. Das Grundstück ist mit zwei Absperrbändern gesichert.

Der auf dem Grundstück befindliche Baum, fing Feuer. Das Bild verdeutlicht das Ausmaß des Unfalls.
Der auf dem Grundstück befindliche Baum fing Feuer. Das Bild verdeutlicht das Ausmaß des Unfalls. © Daniel Immel © Daniel Immel

Auf dem Boden liegt Asche. In Mitleidenschaft wurden auch eine Gitterbox und Plexiglasscheiben gezogen. Zudem sind einige Bierflaschen vorzufinden – ob diese jedoch vom Tag des Vorfalls stammen, ist nicht bekannt.

Feuer breitete sich nicht weiter aus

Der angrenzende Holzschuppen ist nicht niedergebrannt, obwohl einige Spuren von Ruß sichtbar sind.

Das komplette abgebrannte Areal befindet sich in einer Parzelle der Kleingartenanlage: Augenscheinlich wurde das Feuer rechtzeitig gelöscht, bevor es sich inner- und außerhalb der Anlage weiter ausbreiten konnte. Die eigentliche Gartenlaube blieb unbeschadet. Auf ein angrenzendes Waldstück ist das Feuer ebenso nicht übergegangen.

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