Michael Lange, Vorsitzender bei SF Brackel 61, steht vor der Fläche zwischen Vereinsheim und Kleinfeld, auf der der Verein ein Mehrgenerationenfeld anlegen will. © Andreas Schröter
„Moderne Sportstätten 2022“

Brackeler Fußballverein bekommt über 180.000 Euro für neue Anlage

Einer der Dortmunder Vereine, die vom Landesförderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ profitieren, ist SF Brackel 61. Von dem Geld entsteht etwas, das dem gesamten Stadtbezirk zugute kommt.

Neben TV Brechten und dem Reit- und Fahrverein Wickede-Asseln-Sölde gehört auch SF Brackel 61 zu den Dortmunder Vereinen, die aus dem Landestopf „Moderner Sportstätten 2022“ mit Geld bedacht werden. Bei den Sportfreunden sind es genau 186.050 Euro, die der Verein für ein „Mehrgenerationenfeld“ ausgeben will.

Diese neue Anlage, die zwischen Vereinsheim und Kleinfeld auf der linken Seite der Vereinsfläche entstehen soll, besteht aus drei Kleinfeldern in der Größe 20 mal 14 Metern, die auf ganz unterschiedliche Weise genutzt werden können. Der Vorsitzende Michael Lange stellt sich zum Beispiel Kooperationen mit Kindergärten oder Grundschulen vor. Sie könnten den Platz im Vormittagsbereich für Bewegungsspiele mit ihren Schützlingen nutzen.

Eine Anlage für den gesamten Stadtbezirk

„Wir wollen etwas für den gesamten Stadtbezirk tun“, sagt er, „nicht nur für unseren Verein.“ Denkbar seien Volleyball- oder Yoga-Gruppen oder auch Frauensport. Er habe von Frauen gehört, die sich unwohl fühlen, wenn sie allein durch Brackel joggen. Auf dem Gelände der Sportfreunde am Brauksweg hätten sie einen geschützten Raum. Die 14,50 Euro Vereinsbeitrag monatlich seien da doch vergleichsweise gering.

Besondere Trainingseinheiten im Fußball – drei gegen drei -, Fußballtennis oder auch Gehfußball für die älteren Herren seien genauso mögliche Verwendungszwecke für diese drei Kleinfelder, die sogar eine Mini-Flutlichtanlage erhalten.

SF Brackel 61 verfügt über eine idyllisch im Grünen gelegene Anlage am Brauksweg - direkt neben der Jugendfreizeitstätte Brauks
SF Brackel 61 verfügt über eine idyllisch im Grünen gelegene Anlage am Brauksweg – direkt neben der Jugendfreizeitstätte Brauks. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Baubeginn soll – wenn jetzt alles gut geht und sich auch Handwerksfirmen dafür finden – im Mai sein, sodass die Anlage im Sommer fertig sein könnte. Allerdings muss der Verein auch einen Eigenanteil von 50.000 Euro leisten. Hinzu kommen Arbeitsstunden im Gegenwert von 8.000 bis 10.000 Euro.

Neubau des Kabinentraktes soll folgen

Ein weiteres Vereinsziel für 2021 ist der Neubau eines Umkleidetraktes. Momentan müssen sich die Spieler in einer winzig kleinen Kabine umziehen, die im Gebäudetrakt der benachbarten Jugendfreizeitstätte untergebracht ist. Sie stammt aus den 60er-Jahren und ist entsprechend marode. Lange hofft, zu diesem Thema im August mehr sagen zu können.

Eigentlich könnte der Verein in diesem Jahr übrigens sein 60-jähriges Bestehen feiern. Aber wegen Corona traut sich Lange nicht, etwas Größeres zu organisieren. Er sagt: „Wir feiern dann 2022 unter dem Motto Brackel 61 wird 61, das ist doch auch schön.“

Apropos Corona: Der Verein, der aus 625 Mitgliedern besteht, habe bisher nur wenige Austritte, obwohl seit Monaten nichts läuft. Fehlende Einnahmen aus dem Eintrittskarten- und Getränkeverkauf gleicht er durch Rücklagen aus und dadurch, dass jetzt keine Flutlichtkosten anfallen und auch die Heizung im Vereinsheim nur auf kleinster Stufe läuft.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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