Die Mitglieder der Interessengemeinschaft IG BergAuf setzen sich für die Bewohner der Menschen rund um die Bergstraße ein (v.l.): Detlev Lachmann, Klaus Kurek (verdeckt), Andreas Frank, Lisa Kurek, Marco Meiritz und Michael Hammacher. © Andreas Schröter
Bergstraße

Bewerbungs-Training und Handy-Kurse: IG BergAuf startet durch

Die Bergstraße gehört unter anderem mit ihrer hohen Leerstandsquote zu den Problemstraßen der Stadt. Doch es gibt eine Gruppe von engagierten Anwohnern, die sich gegen die Misere stemmt.

Die Interessengemeinschaft (IG) BergAuf, die sich um das Quartier rund um die Bergstraße zwischen Eving und Lindenhorst kümmert, bietet Corona die Stirn. Die Mitglieder möchten den Anwohnern trotz der Pandemie ein paar neue Angebote unterbreiten.

So will Klaus Kurek ab November mittwochs ab 15 Uhr im Stadtteilbüro an der Bergstraße 79 ein Bewerbungs-Training anbieten. Ebenfalls mittwochs, allerdings ab 17 Uhr und immer nur am letzten Mittwoch im Monat, bietet Marco Meiritz ein Handy-Training an.

Verkehrsprobeme als Dauerbrenner

Eigentlich sollten im Stadtteilbüro, das es seit 2018 gibt, schon viel mehr Aktivitäten laufen, aber zunächst habe sich die Interessengemeinschaft, die zur Zeit aus sieben bis acht festen Mitgliedern besteht, finden müssen, so war es von den Mitgliedern zu hören. Danach kam Corona dazwischen.

Dennoch: Regelmäßige Sprechstunden hat es auch schon vor der Pandemie gegeben. Was die Anwohner, die sie nutzten, häufiger beklagt haben, war die Verkehrssituation auf der Bergstraße. Dazu gehören das wilde Parken vor der Bäckerei und das Fahren mit viel zu hoher Geschwindigkeit. Beide Themen standen jüngst auch auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Eving – etwas, das die IG-BergAuf-Mitglieder freut.

So sieht das Stadtteilbüro der IG BergAuf an der Bergstraße 79 von außen aus
So sieht das Stadtteilbüro der IG BergAuf an der Bergstraße 79 von außen aus. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Das größte Projekt der Gruppe sollte in diesem Jahr eigentlich die Barbara-Feier zu St. Barbara ganz in der Tradition des Bergbaus am 4. Dezember sein, wie Andreas Frank erläutert – mit Gottesdienst in der St.-Barbara-Kirche und anschließender Feier im St. Barbara-Vereinsheim. Daraus wird nun wegen Corona nichts. Die Feier soll am 4. Dezember 2021 nachgeholt werden.

Migranten sind schwer zu erreichen

Eine der größten Schwierigkeiten für den Verein sei nach wie vor, die vielen Migranten zu erreichen, die rund um die Bergstraße leben. Viele von ihnen leben in ihren eigenen Gemeinschaften und seien wenig interessiert an dem, was die Interessengemeinschaft anbietet. Auch Hausbesuche hätten daran wenig geändert.

Ein weiteres – sehr augenfälliges – Problem an der Bergstraße ist die hohe Quote an leerstehenden Ladenlokalen. Detlev Lachmann von der Wirtschaftsförderung sagt jedoch, die Quote sei in den vergangenen Jahren niedriger geworden. Einige Ladenlokale würden demnächst in Wohnungen umgewandelt. Auch mit den Hausbesitzern – darunter denjenigen von Problemhäusern wie der ehemaligen Brotfabrik Peine an der Bergstraße 74-76 oder dem Haus Bergstraße 23 – stehe man in gutem Kontakt, sodass Hoffnung auf baldige Sanierungen bestehe.

Um sich für das Bewerbungs- oder das Handy-Training anzumelden, gibt es verschiedene Möglichkeiten: per E-Mail unter kontakt@bergauf-eving.de oder auch per Einwurf in den Briefkasten am Stadtteilbüro.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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