Keinen guten Eindruck macht seit vielen Jahren der denkmalgeschützte Bahnhof Kurl. © Andreas Schröter
Eisenbahnfreunde

Bahnhof Kurl: „Es tut mir in der Seele weh, wie das Gebäude verfällt“

Der „Freundeskreis historische Eisenbahnen Dortmund“ hat Interesse am verfallenden Bahnhof Kurl. Nun stellt Mitglied Michael Zimmerers eine Dokumentation dazu kostenlos zur Verfügung.

Wer die Wohnung von Michael Zimmerers betritt, sieht auf den erste Blick, dass hier ein Eisenbahnfan wohnt. Im Regal prangt unübersehbar eine große Modell-Lok. Zimmeres ist Mitglied im „Freundeskreis historische Eisenbahnen Dortmund“ (FhED), einem losen Zusammenschluss von ehemaligen Mitarbeitern am Dortmunder Rangierbahnhof.

Denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude verfällt immer mehr

Und als Bahnfan ist der 65-Jährige auch am unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäude in Kurl interessiert. „Es tut mir in der Seele weh, was daraus geworden ist“, sagt er.

Bekanntlich verfällt das Gebäude immer mehr. Die Bahn kümmert sich nicht mehr darum. Versuche auch von der Bürgerinitiative Freundeskreis Bahnhof Kurl, dafür einen neuen Interessenten zu finden, sind bislang gescheitert.

Michael Zimmerers ist Eisenbahnfan, wie auch diverse Gegenstände in seiner Wohnung zeigen. Nun bietet er eine Dokumentation zum Kurler Bahnhof an
Michael Zimmerers ist Eisenbahnfan, wie auch diverse Gegenstände in seiner Wohnung zeigen. Nun bietet er eine Dokumentation zum Kurler Bahnhof an. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Da passt der Titel einer 14-seitigen Dokumentation hervorragend, die Zimmerers bereits 2011 angefertigt hat und die er nun als kostenlose PDF-Datei zur Verfügung stellt: „Vom Haltepunkt zur Ruine“. Darin beschreibt er – auch mit vielen Fotos – die traurige Entwicklung des Jugendstil-Bahnhofs von seinem Baubeginn 1904 bis heute.

In ihm wurden zum Beispiel schon früh moderne Fernmelde- und Sicherheitstechniken eingesetzt, die später auf Bahnhöfen in ganz Deutschland zum Einsatz kamen. Bei Interesse einfach unter E-Mail Eisenbahnfreunde.Dortmund@web.de melden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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