Telefónica Germany tauscht momentan den Mobilfunkmast auf einem Haus am Baumwirtsweg aus. Einige Dortmunder können deshalb seit Tagen nicht ihr Smartphone nutzen. © dpa
Internetstörung

5G-Ausbau im Dortmunder Nordosten mit Folgen – Tagelang kein Netz

In einem Dortmunder Bereich wird derzeit ein Mobilfunkmast ausgetauscht. Nicht eingeplant waren dabei die starken Beeinträchtigungen, die dadurch entstehen – mancherorts ist das Netz tot.

Bei Facebook mehren sich die Beschwerden über fehlendes Mobilfunknetz im Dortmunder Nordosten im Bereich Husen und Kurl. Betroffen ist das O2-Netz.

Auf Nachfrage der Redaktion erklärt Unternehmenssprecher Jörg Born, dass „Erweiterungsarbeiten“ am Anlagenstandort des Baumwirtswegs stattfinden. Seit gut einer Woche laufen die Arbeiten, sagt er am Mittwoch (27.1.).

Eine neue Systemtechnikeinheit soll dort eingebaut werden, die auch die neue 5G-Technologie beherbergt. Der nördliche Teil von Wickede wird ebenfalls durch diese Anlage versorgt.

Auf Facebook beschweren sich Kunden, die an der Kurler Straße, im Flemerskamp und im Raum Husener Eichwaldstraße wohnen, dass sie seit teilweise fast zwei Wochen kein O2-Netz hätten.

„Offenbar ist das Netz aber nicht so engmaschig“

O2 ist einer von drei Netzbetreibern in Deutschland, neben Vodafone und der Telekom. Anbieter wie Blau, Base, Aldi, Ay yildiz, Yourfone, Deutschland sim, Hello Mobile, Simply, Tchibo, Winsim, Fonic, Maxxim und Smartmobile nutzen das O2-Netz. Kunden, die ihr Smartphone mit einer dieser Sim-Karten betreiben oder eine LTE-Box nutzen, sind ebenfalls von der Störung betroffen.

Die Maßnahmen seien wohl doch „leider spürbar“. Eigentlich sei man davon ausgegangen, dass benachbarte Anlagen das Gebiet mitversorgen, heißt es von Unternehmensseite. „Offenbar ist das Netz aber nicht so engmaschig und die anderen Anlagen können das nicht immer auffangen.“

Sprecher wehrt sich gegen Vorwürfe

Sprecher Jörg Born bittet um Verständnis, dass die aktuellen Arbeiten „etwas mehr Zeit als üblich in Anspruch nehmen“. Die Anlage auf einem Dach müsse komplett zurück gebaut werden. „Sie wird mit einem Kran abgebaut und ausgetauscht, eventuell muss auch noch das ein oder andere Kabel neu verlegt werden.“

Die Vermutung einiger Kunden, dass das Unternehmen Telefónica, als Betreiber des O2-Netzes, in ländlichen Gebieten mit weniger Priorität agiere, weist Born von sich: „Es gibt keine Priorisierung, weder nach Zugehörigkeit zu Stadt oder Land noch nach Bevölkerungsdichte.“

Und er erklärt: „Vereinzelt können sich Arbeiten jedoch ungewollt verzögern – beispielsweise aufgrund der Lage der Anlage (Wald, Berg) und der Witterung, die den Zugang zur Technik erschwert oder temporär verhindert.“

Die Arbeiten sollten – so die Hoffnung am Mittag – noch am Mittwoch abgeschlossen sein. Bis Redaktionsschluss dieses Textes um 18 Uhr funktionierte das Netz laut O2-Kunden jedoch noch immer nicht.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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