Das Foto stammt von der ersten Ausgabe der Veranstaltung. Damals sei die Tauschbörse ein voller Erfolg gewesen, sagt eine der Organisatoren. © Ka!sern
Nachhaltigkeit

Wenn die einzige Währung Kleidung ist: Tauschbörse im Kaiserviertel

Freunde von nachhaltiger Mode und Schnäppchenjäger kommen am Samstag in Dortmund auf ihre Kosten. Im Kaiserviertel findet eine Tauschbörse statt - einziges Zahlungsmittel: Klamotten.

Alte Schubladen sollen ausgeräumt – und mit Neuem wieder gefüllt werden: Zum zweiten Mal organisiert die Nachbarschaftsinitiative „Ka!sern“ eine Tauschbörse für Klamotten.

Neues für den Kleiderschrank – ohne Geldbeutel

Das Prinzip ist relativ simpel: Jeder wer kommen möchte, darf am Samstag (2.10.) zwischen 15 und 18 Uhr zur Boulebahn am Kaiserbrunnen kommen. Bis zu 20 Kleidungsstücke können die Tauschfreudigen mitbringen. Alles ohne Anmeldung.

Ob Mantel, Bluse, T-Shirt, Hose oder anderes ist egal. Die einzige Bedingung ist: Die Klamotten müssen in einem guten Zustand sein und gewaschen worden sein.

„Wir werden da auch drauf achten und die, die Sachen mitbringen, die man nicht mehr tragen kann, wieder zurück schicken“, erklärt Birgit Mattern, eine der Organisatorinnen.

Plakat für die Kleider-Tauschbörse.
So bewerben die Organisatoren die Aktion. © Ka!sern © Ka!sern

Interessierte könnten sogar ihr Portemonnaie zu Hause lassen, denn das einzige Zahlungsmittel für die Kleidungsstücke, die man haben möchte, sind die eigenen, selbst mitgebrachten Klamotten.

Das heißt auch, dass mögliche Wertunterschiede bei den Kleidungsstücken mit anderen Klamotten erstattet werden müssen. Mattern sieht darin allerdings kein Problem: „Wenn dann jemand einen besonderen Mantel tauschen möchte, kriegt er dafür ja vielleicht zwei Hosen und ein T-Shirt.“

Das Portemonnaie und die Umwelt schonen

Bereits vor einem Jahr organisierte die Nachbarschaftsinitiative eine solche Tauschbörse. Damals sei das Konzept ein „voller Erfolg“ gewesen, so Mattern. Entsprechend wollte die Initiative die Tauschbörse zweimal im Jahr stattfinden lassen, allerdings habe die Pandemie dem Unterfangen bislang einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Insgesamt erwarten die Organisatoren „mindestens 50 Teilnehmer“, dabei könnten auch unterschiedliche ästhetische Vorlieben aufeinander treffen. Denn die Klientel sei im letzten Jahr eine sehr gemischte gewesen, mit sowohl vielen jüngeren, als auch älteren Tauschenden.

Das Konzept einer Klamotten-Tauschbörse soll dabei nicht nur den eigenen Geldbeutel schonen, sondern auch die Umwelt. Sachen die man selbst nicht mehr anziehen möchte, müssten nicht unbedingt weggeworfen werden und man muss nicht zwangsläufig immer neue Klamotten kaufen, so Mattern.

Eingebettet ist die Tauschbörse in eine Themenwoche mit dem Motto „Schubladendenken“ – eine Übersicht über weitere Veranstaltungen der Themenwoche gibt es auf der Homepage der Initiative unter www.kaisern.de.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.