Gleich drei Bombenblindgänger wurden am Donnerstag im Westfalenpark entschärft. © Hans Blossey
Weltkriegs-Bomben

Viel Arbeit für Entschärfer: Vier Bombenblindgänger an einem Tag

Gleich vier Bomben-Blindgänger mussten am Donnerstag (25.2.) in Dortmund entschärft werden. Drei davon lagen im Westfalenpark, einer auf der Westfalenhütte.

Der Westfalenpark wird langsam zu einem festen Arbeitsort für die Experten des Kampfmittelräumdienstes. Bei der Vorbereitung von Bauarbeiten im Park sind am Donnerstag (25.2.) erneut Bomben-Blindgänger aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gefunden worden.

Alle drei wurden am Nachmittag durch Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg entschärft. Der Park wurde ab 14.30 Uhr geschlossen – und konnte zwei Stunden später schon wieder seine Tore öffnen.

Keine Anwohner betroffen

Der glückliche Umstand, der dazu beitrug: Anwohner mussten für die Entschärfung nicht evakuiert werden. Und es waren auch keine Straßen oder Bahnlinien betroffen – anders als vor einer Woche, als bei Bombenentschärfungen im Park unter anderem die B54 zeitweise gesperrt werden musste.

Es handelt sich schon um die dritte Entschärfungsaktion in diesem Jahr im Westfalenpark mit insgesamt zwölf Blindgängern. Am 12. Januar waren hier gleich fünf, am 18. Februar vier Blindgänger entschärft worden.

Grundlage für die Entschärfungsaktionen sind die Auswertungen von Luftbildern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die vor Bauarbeiten im gesamten Stadtgebiet obligatorisch sind. Im Westfalenpark sollen in nächster Zeit neue Wege und Gartenbereiche entstehen. Der Platz rund um die Wasserbecken wird für insgesamt 3 Millionen Euro umgestaltet.

Blindgänger lagen am Wegekreuz

In unmittelbarer Nähe – an einer Wegkreuzung zwischen Wasserbecken und Sonnensegel – waren die drei Blindgänger entdeckt worden.

Die Entschärfungs-Arbeiten im Park waren noch nicht beendet, als schon der nächste Blindgänger gemeldet wurde. Es war ein Spontanfund bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Westfalenhütte. Dort verwandelt sich das frühere Areal der Sinteranlage in einen Logistikpark.

Der Fundort des Blindgängers lag nahe der Bahnlinie nach Lünen, die von der Entschärfung kurzzeitig betroffen war – ebenso wie ein Teil des Kaufland-Logistikzentrums an der Feineisenstraße. Am frühen Abend konnte dort nach der Kontrolle des Umfelds mit der Entschärfung begonnen werden. Um kurz vor 20 Uhr konnte auch hier Vollzug gemeldet werden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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