Der provisorische Belag der Speicherstraße wird jetzt entfernt und das alte Kopfsteinpflaster wieder eingebaut. © RN
Umbau Speicherstraße

Umbau vor dem Start: Doch die Zeit für die Hafenpromenade wird knapp

Gemütlich über die Promenade flanieren und Hafenflair genießen: In der südlichen Speicherstraße wird das bald möglich. Allerdings werden die Umbauarbeiten teurer - und die Zeit knapp.

In Kürze soll es losgehen: Nachdem die Kanalbauarbeiten abgeschlossen sind, will die Stadt jetzt auch mit der „Neugestaltung des öffentlichen Raumes“ in der südlichen (unteren) Speicherstraße starten. Ein Highlight dürfte die geplante Promenade werden.

Sie soll im ersten Abschnitt von der Hafenbrücke bis in Höhe des Raiffeisen-Silos verlaufen. Rund zwölf Meter breit, bietet sie Hafen-Besuchern reichlich Platz zum Flanieren und Bummeln an der Wasserkante. Als Gestaltungselemente sind Bäume und Bänke vorgesehen. Leuchten sollen die Promenade abends in ein warmes Licht tauchen und besonders intensives Hafenflair aufkommen lassen.

So sieht der Plan für die Neugestaltung der Speicherstraße mit Hafenpromenade aus. © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Gleiches soll der Wiedereinbau des historischen Kopfsteinpflasters bewirken. Für die Kanalbauarbeiten war es herausgenommen und zwischengelagert worden. Nach dem Einbau soll es mit einem rund 1,80 Meter breiten und farbig markierten Streifen versehen werden, der Menschen mit Geh- und Sehbehinderungen Barrierefreiheit gewährleistet.

Kosten steigen von 5,3 auf 6,15 Millionen Euro

Um das Kopfsteinpflaster rutschfest zu machen, sind allerdings weitere Arbeiten notwendig, die das Gesamtprojekt im Verbund mit ohnehin gestiegenen Baukosten verteuern.

Insgesamt steigen die von der Stadt veranschlagten Kosten von rund 5,3 Millionen Euro auf 6,15 Millionen Euro – 856 000 Euro kommen also obendrauf. Das weitaus meiste Geld für den Umbau der südlichen Speicherstraße steuern Land, Bund und EU bei.

Nickt die Arnsberger Bezirksregierung den aktuellen Förderantrag ab, würden sich die bislang bewilligten Mittel für die Stadt in Höhe von 4,76 Millionen Euro auf 5,53 Millionen Euro erhöhen. Der städtische Eigenanteil stiege von 530.000 Euro auf dann 615.000 Euro.

In der Visualisierung für den Umbau der Speichergebäude zum Hafenforum lässt sich das Aussehen der grünen Hafenpromenade erahnen. © Gerber Architekten © Gerber Architekten

Allerdings muss die Stadt mit der Neugestaltung der Speicherstraße nun auch zügig beginnen – was nach Angaben der Verwaltung Mitte bzw. Ende April geschehen soll. Denn die Fördermittel sind befristet. Ein erster Teil läuft im September 2021 aus und kann maximal um ein Jahr verlängert werden. Spätestens im Herbst 2022 muss der gesamte Umbau beendet sein.

Verwaltung regt Verzicht auf Portalkran an

Zur Neugestaltung gehört auch ein multifunktionaler Platz mit viel Grün am Santa Monika-Anleger, der öffentlich zugänglich ist. Ein weiterer Treffpunkt entsteht zwischen den Speichergebäuden 2/2a und 10 bis 12: Der Biergarten „Umschlagplatz“ ist bereits umgezogen und hat einen neuen, vorläufigen Standort an der nördlichen Speicherstraße neben dem Raiffeisen-Silo bezogen.

Offen ist, ob einer der beiden historischen Portaldrehkräne zur südlichen Speicherstraße zurückkehrt. Angedacht war das. Die Verwaltung lässt aber durchklingen, dass darauf eventuell verzichtet werden könnte. Das würde zusätzlichen Handlungsspielraum in Höhe von knapp 330.000 Euro schaffen.

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Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
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