So sieht sie derzeit aus: Die Miniramp. Bis Mitte September wird auf dem Gelände gewerkelt, was bis dann noch alles entsteht, ist offen. © Daniel Immel
DIY-Skatepark

Skatepark am Wasser: Selbstgebaute Rampen im Einklang mit der Natur

Eine Heimat für die Skateboard-Szene – das gab es seit der Schließung von „Utopia“ am Dortmunder U nicht mehr. Jetzt gibt es ein neues Projekt – an einem unerwarteten Ort.

Erste Hinweise aufs Skateboarden sind schon jetzt erkennbar. Eine Miniramp – eine etwas kleinere Halfpipe – steht schon. Ein Holzkonstrukt, als Sitzfläche oder auch als Skaterampe verwendbar, ein Ausstellungscontainer, eine Bierbude und einige Palletten-Sitzflächen ergänzen den neuen Treffpunkt unterhalb der Mallinckrodtstraße, direkt an der „Emscher“ gelegen.

Dieses Gelände wird die neue Heimat der Skater werden – zumindest für die nächsten fünf Jahre. So lange hat die Skateboardinitiative Dortmund das Gelände von der Emschergenossenschaft gepachtet.

„Fläche, die wir planen und bebauen könne“

Die Vorfreude aufs Skaten ist laut Jana Malzkorn von der Skateboardinitiative Dortmund ziemlich groß: „Ich freue mich, dass wir die Möglichkeit hier haben, auf lange Sicht die Minirampe hinzustellen.“

Zwar gebe es in Dortmund bereits mehrere Spots für Skater, allerdings habe die neue Location ein Alleinstellungsmerkmal.

„Es ist ein Platz für die Leute, die Lust haben“, sagt Jana Malzkorn. „Ein Raum, den wir selber bebauen und planen dürfen und der Vereinsfläche ist.“ Hier störe man niemanden.

Der Park wird in Eigenregie von dem Verein gebaut. Sie bekommen aber Hilfe – denn das Areal ist mehr als nur ein Skatepark.

Skateground ist Teil eines Projekts

Es ist Teil eines Projekts, das eher zufällig zustande kam. „Wir haben bei der Emschergenossenschaft angefragt, ob die eine passende Fläche für uns hätten“, sagt Jana Malzkorn. Nachdem die Fläche am U geschlossen worden war, suchte man ein neues Areal.

Da parallel „Die Urbanisten“ – ein Verein für das städtische Zusammenleben – ein Grundstück für eines ihrer Projekte suchten, schloss man sich zusammen. Es entstand das Projekt „Transurban – Building Common Spaces“, an dem auch Szenografie-Studenten der FH Dortmund, ein Künstler, die „Emscher Genossenschaft“ und die Stadt Dortmund mitwirken.

Transurban ist Veranstaltung und Bauprozess in einem

„Transurban“ ist seit dem 15. August unterhalb der Mallinckrodtbrücke bereits eröffnet und endet am 12. September. Es geht darum, neue urbane Räume für Menschen zu schaffen.

Die verschiedenen Gruppierungen leisten einen Teil, um den Park entweder szenografisch zu gestalten oder etwa Veranstaltungen wie DJ-Sessions zu organisieren. Der Künstler Roberto Cuellar wird die Miniramp zur Skateskulptur gestalten. Ein Teil davon wird eine installierte Beleuchtung sein, um die Rampe auch nachts nutzbar zu machen.

Svenja Noltemeyer von den „Urbanisten“ erläutert, dass man mit solchen Projekten einen Ort beleben möchte: „Wir sind die Initialzündung und wollen zeigen, wie man einen Raum nutzen kann – nach dem Projekt guckt man, was sich noch daraus entwickeln kann.“

Ab Mitte September ist die Fläche offiziell „skatebar“

In der Projektperiode wird das Gelände zwar als Veranstaltungsfläche genutzt – Teil davon ist aber auch das Bauprojekt des Skateareals. So wird weiter an der Halfpipe – vielleicht entstehen auch weitere Rampen – gewerkelt. Danach geht der Park in die Verantwortung der Skateinitiative über und wird dann offiziell freigegeben.

Allerdings soll der Platz ab dann nicht nur exklusiv für Skater herhalten. „Alle, die Lust haben, können kommen – es soll zur Naherholung werden“, sagt Jana Malzkorn.

Emschergenossenschaft will alle Bevölkerungsgruppen an den Fluss holen

Dass es überhaupt zu dem Projekt kommen konnte, ist dem Eigentümer der Fläche, der Emschergenossenschaft, zu verdanken.

„Es soll Leben an die Emscher kehren, wir wollen, dass die Menschen den neu-gewonnen Freiraum nutzen“, erklärt Pressesprecher Ilias Abawi. Dazu gehören eben auch Skater. „Das soll ja kein Skateboarden und Betrinken werden“, so Abawi und appelliert an die Verantwortung der Nutzer: „Das muss schon im Einklang mit der Natur sein.“

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