Der Fetisch-Laden an der Hamburger Straße soll einem Wohn- und Geschäftshaus Platz machen. © Beushausen
Millionen-Investition

Rund 100 Wohnungen sollen Baulücke in der Innenstadt schließen

Am „Kaiserquartier“ in der östlichen Innenstadt wird noch gebaut. Schon kündigt sich das nächste große Projekt an. Ein anderes Gebäude muss für die Millioneninvestition erst noch weichen.

„Wir helfen Fantasien zu verwirklichen“, werben die Betreiber des „Vast Fetish Gear“ (vormals Demask Dortmund) an der Hamburger Straße 120. Die Frage ist nur, wie lange noch: Die Tage des Szene-Ladens, der seiner Kundschaft diverse Fetisch-Spielzeuge anbietet, sind offenbar gezählt. Die „Tecklenburg Projektentwicklung“ aus Düsseldorf will dort eine Immobilie mit Wohn- und Büroflächen bauen.

Die Düsseldorfer haben das rund 10.000 Quadratmeter große frühere Bahngelände vor Kurzem von der Gesellschaft CA Immo Deutschland übernommen. Sie wollen im ersten Quartal 2022 mit dem Bau starten.

Die Betreiber des „Vast“ sind überrascht. Zwar habe man in der Vergangenheit immer mal wieder gehört, dass hier etwas passieren solle, heißt es. Die aktuelle Entwicklung aber sei neu. „Wir haben von unserem Vermieter darüber noch keine Informationen erhalten.“

Eine Baulücke wird geschlossen

Das Grundstück an der Hamburger Straße befindet sich in direkter Nachbarschaft zum kommenden „Kaiserquartier“ und zur Eigenheimsiedlung auf dem früheren Güterbahnhof Ost. Es ist eine der letzten größeren Baulücken in diesem Bereich der östlichen Innenstadt. Sie soll durch den Neubaukomplex geschlossen werden.

„East Gate“ nennt der Düsseldorfer Entwickler und Investor Tecklenburg sein Vorhaben, das mit rund 50 Millionen Euro veranschlagt ist. Nach Angaben von Projektmanager Arndt Specht soll eine Wohn- und Geschäftsimmobilie mit rund

15 000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen.

Miet- und Eigentumswohnungen

Geplant sind „rund 100 Wohneinheiten, von Apartments bis zu Familienwohnungen“, sagt Specht. „Wir denken an eine Mischung aus freifinanzierten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen.“ Gleichzeitig soll es Platz für gewerbliche Nutzungen wie Büroflächen und Praxen geben.

Zu Details könne man sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern, sagt Specht. „Wir befinden uns am Anfang der Projektentwicklung.“

Tatsächlich dürften die künftigen Gewerbeflächen im vorderen Gebäudeteil an der Hamburger Straße zu finden sein. Bis zu fünf Geschosse können dort laut Bebauungsplan entstehen, während die Immobilie im hinteren Teil auf drei Geschosse abflacht.

Im Sommer 2021, so der Zeitplan, will der Investor den Bauantrag einreichen. Bleibt es beim anvisierten Baustart im ersten Quartal 2022, soll die Immobilie nach einem Jahr Bauzeit 2023 fertiggestellt sein.

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Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
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