Auch der Freundeskreis für den Hoeschpark zeigt am Borsigplatz Flagge für den Erhalt des Freibads Stockheide. © Freundeskreis Hoeschpark
Nordstadt-Freibad

Rat entscheidet heute über die Zukunft des Freibads Stockheide

Die Zukunft des Freibads Stockheide in der Nordstadt ist in dieser Woche Thema in Bezirksvertretung und Rat. Dabei gibt es in der Politik weitgehend Einigkeit - außer in einem Punkt.

In der Nordstadt ist sich die Politik weitgehend einig. Wenn die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord an diesem Mittwoch (10.2., 16 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus) über die Zukunft des Freibads Stockheide berät, liegt ein gemeinsamer Antrag von Grünen, SPD, Die Linke/Die Piraten und CDU auf dem Tisch. Er fordert noch einmal in aller Deutlichkeit eine schnellstmögliche umfassende Sanierung sowie eine baldige Öffnung des Freibad Stockheide.

Das Freibad Stockheide liegt am Rande des Hoeschparks direkt an der Brackeler Straße (oben). Seine Zukunft ist ungewiss.
Das Freibad Stockheide liegt am Rande des Hoeschparks direkt an der Brackeler Straße (oben). Seine Zukunft ist ungewiss. © Hans Blossey © Hans Blossey

Die Entscheidung liegt dann am Donnerstag (11.2.) beim Rat. Er berät über eine Vorlage der Verwaltung, mit der ein endgültiges Votum zur Zukunft von Stockheide vertagt wird. Es soll erst im Zusammenhang mit einem gesamtstädtischen Bäderkonzept getroffen werden, das für Mai angekündigt ist. In diesem Jahr soll das Freibad am Rande des Hoeschparks wegen des hohen Reparaturbedarfs geschlossen bleiben.

Den Nordstadt-Politikern reicht das nicht. „Wir erwarten von den Ratsvertreterinnen und Ratsvertretern am Donnerstag, dass sie dem Wunsch der Bezirksvertretung folgen und einen dauerhaften Betrieb des Freibades Stockheide ermöglichen. Alles andere würde sich gegen die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner der Nordstadt richten, das wird auch aus den zahlreichen Unterschriften der Online-Petition und den Zuschriften und Aktionen deutlich“, erklärt Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum (Grüne).

Die Stadt schiebe einen „millionenschweren Sanierungsstau“ schon seit mehr als zehn Jahren vor sich her. Jahr für Jahr gebe es immer nur Notreparaturen im Freibad. „Das hat uns schon Unsummen gekostet, ohne dass sich etwas verbessert hätte. Wir möchten, dass mit der Grundsanierung endlich begonnen wird, um einen dauerhaften Betrieb zu gewährleisten“, erklärt Marko Unterauer als Sprecher der Grünen-Fraktion in der Bezirksvertretung. Mittlerweile werden die Kosten für die Grundsanierung auf 7 Millionen Euro geschätzt.

Vorentscheidung im Sportausschuss

Ein Antrag der Grünen, unabhängig vom Bäderkonzept ein Bekenntnis zum Freibad-Erhalt zu beschließen, fand in der letzten Sitzung des Sportausschusses keine Mehrheit. Nach den Protesten aus der Nordstadt versicherte aber auch die SPD-Ratsfraktion, dass sie grundsätzlich zum Erhalt des Bades stehe.

Das tut auch die Ratsfraktion Linke+. Allerdings plädiert sie wie die SPD im Rat dafür, das Bad in diesem Jahr nicht zu öffnen. „Da wegen Corona das Schwimmvergnügen vermutlich auch in diesem Sommer nur sehr eingeschränkt möglich sein dürfte, möchten wir das Jahr 2021 nutzen, um endlich die nötigen Sanierungsarbeiten in dem beliebten Freibad durchführen zu lassen. Und zwar so schnell wie möglich“, erklärt der sportpolitische Sprecher Thomas Zweier.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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