Im Freibad Stockheide gibt es großen Sanierungsbedarf. © Ansorge (A)
Protest der Nordstadt-SPD

Nordstadt-Politiker wollen Öffnung des Freibads Stockheide – auch 2021

Das Freibad Stockheide soll in diesem Jahr geschlossen bleiben. So will es der Sportausschuss der Stadt. Aus der Politik kommt aber auch Widerspruch – und das nicht nur von den Grünen.

In diesem Jahr soll das Freibad Stockheide geschlossen bleiben. Über den langfristigen Erhalt soll im Mai mit dem neuen Bäderkonzept für ganz Dortmund entschieden werden. So empfiehlt es der Sportausschuss dem Rat der Stadt.

Sanierung schon beschlossen

Widerspruch kommt dazu nicht nur von den Grünen, die mit einem Antrag, sich schon jetzt klar zu einem Erhalt des denkmalgeschützten Bades zu bekennen, im Sportausschuss keine Mehrheit bekamen. Protest kommt auch von der SPD in der Nordstadt.

Die Vorlage, den Erhalt des sanierungsbedürften Freibads in der Nordstadt vom Bäderkonzept für ganz Dortmund abhängig zu machen, sei eine Frechheit, erklärt Thomas Oppermann als Sprecher der Nordstadt-SPD. „Denn bereits 2015 wurde im Rat beschlossen den Hoeschpark und das dazugehörige Freibad Stockheide zu sanieren und entsprechend einen attraktiven Naherholungsraum zu schaffen.“

„Für die Sanierung wurden damals über 5 Millionen Euro veranschlagt und entsprechend eingeplant. Bisher ist allerdings nichts geschehen“, merkt Oppermann an. Jetzt wird in der Vorlage der Stadt ein Sanierungsbedarf von 7 Millionen Euro genannt. Deshalb soll der Beschluss zur Sanierung erst einmal zurückgestellt werden.

Ablehnung in der Bezirksvertretung

„Nicht mit uns“, kündigt Oppermann an. „Wir werden in der Bezirksvertretung Nord dieser Vorlage nicht zustimmen und stattdessen den Erhalt der Stockheide sowie die Öffnung in diesem Jahr beantragen.“ Verwaltung und Sportausschuss wollen Stockheide in diesem Jahr nicht öffnen, weil es allein 250.000 Euro koste, das Bad verkehrssicher zu machen.

Die Nordstadt-SPD will den Erhalt des Freibads Stockheide im Hoeschpark ohne Wenn und Aber. Oppermann erinnert dabei an das Gesamtkonzept für den Hoeschpark. „Mit viel Aufwand wurde und wird der Hoeschpark als Naherholungsraum mit einem vielfältigen Angebot an sportlichen Möglichkeiten entwickelt. Für uns gehört ein Freibad mit in dieses Konzept für einen attraktiven Hoeschpark“, erklärt der SPD-Politiker.

Oppermanns Fazit: „Wir halten an der Entwicklung des Hoeschparkes und des Freibades Stockheide zu einem wertvollen und attraktiven Naherholungs- und Sportpark fest und wir erwarten, dass der Rat der Stadt Dortmund sich ebenfalls so entscheidet.“ Der Rat der Stadt entscheidet am 11. Februar über die Vorschläge von Verwaltung und Sportausschuss.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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