Das Café Berta bietet suchtkranken Menschen bereits seit Jahren einen Zufluchtsort in der Dortmunder Nordstadt. Jetzt hat der Tagesaufenthalt der Diakonie trotz Lockdown wieder geöffnet. © picture alliance / dpa
Obdachlose in Dortmund

Mitten in der Pandemie: Café Berta hat wieder geöffnet

Die Schneeberge häufen sich in der Dortmunder Innenstadt, die Temperaturen sind im Minus-Bereich. Lebensbedrohliche Bedingungen für Obdachlose. Ihre Rettung: das Café Berta.

Mitten in Lockdown und Schnee-Chaos öffnet ein Café wieder seine Türen. Das Café Berta in der Heroldstraße 22 in der Dortmunder Nordstadt bietet wohnungslosen und suchtkranken Menschen einen Aufenthaltsort. Seit Montag (8.2.) können sich Besucher von 12 bis 19 Uhr wieder in den geschützten Räumen des Café Berta aufhalten und aufwärmen. Die Beratungs- und Hilfsangebote der Suchtkranken- und Wohnungslosenhilfe sind weiterhin vor Ort.

Ziel des Café Berta ist es, alkoholkonsumierende Menschen aus dem Quartier Nordmarkt von der Straße zu holen. Dazu werden Beteiligungsangebote und Anschluss an weitere Hilfsstrukturen für die Besucher bereitgestellt. Die Finanzierung des Café Berta erfolgt aus kommunalen Finanzmitteln. Die Projektleitung liegt beim Ordnungsamt der Stadt Dortmund.

Öffnung unter Corona-Auflagen

Ein paar Einschränkungen bringt die Öffnung in der Pandemie aber mit sich. Aufgrund der bestehenden Corona-Schutzverordnung dürfen sich nur 20 Menschen gleichzeitig im Café Berta aufhalten. Sonst haben bis zu 70 Gäste Platz. Die Finanzierung des Café Berta erfolgt aus kommunalen Finanzmitteln. Die Projektleitung liegt beim Ordnungsamt der Stadt Dortmund.

Die Öffnungszeiten vom Café Berta in der Heroldstraße 22 sind montags bis samstags von 12 bis 19 Uhr.

Weitere Hilfsangebote auf Dortmunder Stadtgebiet

Einen weiteren Tagesaufenthalt finden Wohnungslose im Wichernhaus in der Stollenstraße 36. Außerdem hat die Diakonie mit zahlreichen weiteren Hilfsangeboten auf den akuten Wintereinbruch reagiert, so verteilt die Dortmunder Bahnhofsmission seit dem Wochenende kostenlose Hilfsgüter am Hauptbahnhof.

Am Dortmunder Hauptbahnhof verteilt die Bahnhofsmission kostenlose Hilfsgüter. © Diakonie © Diakonie

Ein weiteres Hilfsangebot ist die Frauenübernachtungsstelle der Diakonie in Dortmund-Hörde. Dort gibt es 54 Schlafplätze für Frauen und ihre Kinder. Auch die Zentrale Beratungsstelle für wohnungslose Menschen in der Rolandstraße 10 ist weiterhin geöffnet.

„Wir sind in vielen Bereichen unterwegs und sehr gut in der Wohnungslosenszene vernetzt“, sagt Tim Cocu, von der Diakonie Dortmund und Lünen. Dadurch und durch das Verteilen von Flyern und Aushängen spreche sich das Hilfsangebot sehr schnell in der Szene herum. Trotzdem appelliert die Diakonie an die Dortmunder Bürger, hilflose Menschen in der Kälte anzusprechen und bei Bedarf den Notruf zu wählen.

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