Nach 64 Jahren macht das Modehaus von Christine Laas - hier ein Archivbild - zu. © RN (Archiv)
Dortmunder Modegeschäft

Ein Urgestein der Kaiserstraße schließt nach über 60 Jahren für immer

Christine Laas verkauft seit 1956 hochwertige Damenmode in ihrem Modehaus. Bald ist damit Schluss - und ein Stück Kaiserviertel-Geschichte verschwindet für immer.

Seit über 60 Jahren ist die Kaiserstraße 46 eine Anlaufstelle für modebewusste Dortmunderinnen. Christine Laas (84) hat dort am 2. Oktober 1956 gemeinsam mit ihrem Mann das gleichnamige Modehaus eröffnet.

Ein Geschäft, das zu den gigantischen Mode-Ketten aus Irland oder Schweden eine Alternative ist. Und dort gibt es keine Fast-Fashion, sondern Mode von Designern.

Persönliche Beratung statt Selbstbedienung

Entsprechend anders ist die Kundschaft, und damit auch das Einkaufsverhalten: Wer den Laden betritt, packt sich nicht die Arme voller Kleiderbügel mit potentiellen neuen Anziehsachen, um dann am Ende doch nur ein Bündel Socken mitzunehmen.

Damit ist ab dem 1. September Schluss – das Modehaus Laas macht nach 64 Jahren für immer zu. Und Christine Laas geht dann in den Ruhestand.

Bis dahin muss alles raus, was das Modehaus noch im Sortiment hat. Die Kleidungsstücke sind bis zu 50 Prozent reduziert.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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