Mit einer unangemeldeten Demonstration blockierten Klima-Aktivisten der Bewegung "Extinction Rebellion" am Sonntag (13.6.) die B1. © Oli Schaper
„Extinction Rebellion“-Protestaktion

Dortmunder ärgern sich über Demo auf B1 – aber Anwohner bleiben gelassen

Im Netz zeigen sich viele Dortmunder über den „Extinction Rebellion“-Protest auf der B1 vom Sonntag (14.6.) verärgert. Gerade die Anwohner haben jedoch vom Verkehrschaos wenig mitbekommen.

Etwa 60 bis 90 Demonstranten der Umweltschutzbewegung „Extinction Rebellion“ haben mit einer Protestaktion am Sonntagmittag (13.6.) die B1 blockiert. Der Verkehr wurde unter anderem über die Straße „Voßkuhle“ umgeleitet. Es kam zu Stau. Um 16.30 Uhr, also gut vier Stunden nach Beginn der Aktion, begann die Polizei mit der Räumung.

In den Kommentaren unseres Facebook-Beitrags über die Aktion zeigen sich viele Dortmunder verärgert. Sie kritisieren zum Beispiel, die Polizei habe zu spät durchgegriffen. Ein Nutzer schreibt zum Beispiel: „Nach 3 Stunden nicht beendet? Wie kann so etwas sein? Kein schnelles Eingreifen der Polizei? Das ist echt lächerlich“.

Eine Anwohnerin habe vom Protest „nur über Twitter etwas mitbekommen“

Gerade in der sonst eher ruhigeren Straße „Voßkuhle“ war wegen der Umleitung mehr Verkehr als sonst. Viele Anwohner habe das aber nicht eingeschränkt. Eine Dortmunderin sagte am Montag (14.6.) unserem Reporter vor Ort: „Ich habe von der Aktion nur über Twitter mitbekommen. Im Garten habe ich davon aber nichts gemerkt.“

Ähnlich sieht es einer ihrer Nachbarn: „Ich habe den ganzen Tag im Garten verbracht und nur über die Durchsagen der Polizei etwas von der Aktion mitbekommen.“

In der kleinen Umfrage unseres Reporters zeigte sich nur eine Anwohnerin und ihre Familie von der Aktion beeinträchtigt: „Wir wollten am Sonntag wegfahren, aber konnten nicht über die B1. Das war nervig.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
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Nick Kaspers

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