Vor der Petrickirche demonstrierten am Samstag rund 100 Menschen. © Felix Guth
Petrikirche

Darum demonstrierten 100 Menschen in der Dortmunder Innenstadt

Es war ein ungewohntes Bild in der Dortmunder Innenstadt: Am Samstag gab es eine Demonstration mit rund 100 Teilnehmern. Darum ging es.

In der Dortmunder Innenstadt fiel am Samstag etwas auf, dass es schon mehrere Monate nicht mehr gegeben hat. Stimmen durch ein Megafon waren von Weitem zu hören, dazu waren mehrere Polizeiwagen zu sehen.

Der Grund dafür war eine angemeldete politische Kundgebung an Kampstraße an der Treppe zur Petrikirche. Rund 100 Personen zumeist kurdischer Abstammung demonstrierten hier unter dem Schlagwort: „Freiheit für Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan“.

Die Versammlung verlief nach Angaben der Polizei störungsfrei.

Kundgebung richtet sich gegen den türkischen Ministerpräsidenten

In Redebeiträgen ging es um den seit 1999 in der Türkei inhaftierten Chef der kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in Deutschland verboten ist. Das Zeigen eines Bildes von Öcalan hatte 2019 für das Verbot einer kurdischen Demonstration in Dortmund gesorgt.

Zudem ging es um die Unterdrückung der kurdischen Minderheit unter dem türkischen Regierungspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und Kritik an der EU und der deutschen Regierung.

Demonstrationen sind auch in der Corona-Pandemie als Ausdruck der Meinungsfreiheit möglich. Allerdings muss neben der Polizei auch die Stadt Dortmund mit einbezogen werden, die einschätzt, ob die Corona-Schutzverordnung eingehalten werden kann.

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Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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