Die katholischen Kirchenfinanzen werden künftig auf dem Annaberg verwaltet

dzRendantur zieht um

Jetzt ist es amtlich: Die Pilgerstätte auf dem Halterner Annaberg wird 2020 umgebaut und Sitz der Zentralrendantur für die katholischen Gemeinden in Dorsten, Marl und Haltern.

Dorsten

, 19.12.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wo jahrelang Pilger eingekehrt sind, werden künftig die Finanzen der katholischen Kirchengemeinden in den Dekanaten Dorsten und Lippe bearbeitet: Die Verbandsvertreterversammlung hat mehrheitlich dafür gestimmt, die Zentralrendantur in der Pilgereinkehrstätte auf dem Halterner Annaberg anzusiedeln. Die Verwaltungseinheit besteht schon seit Januar 2019, jetzt soll sie auch geografisch an einem Ort gebündelt werden.

Matthias Vennemann aus Dorsten ist der Geschäftsführer. Er wandert mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie drei Verwaltungsreferenten in die Nachbarstadt aus, wobei die Referenten ihre Arbeitsplätze überwiegend in den Gemeinden vor Ort haben und nur etwa einmal pro Woche zum gesamten Team stoßen. Das bestehe aus 27 Kollegen, berichtet Matthias Vennemann auf Anfrage.

Mit dieser Entscheidung ist die ursprüngliche Absicht, für Besucher der Halterner Wallfahrtsstätte auch weiterhin eine Gastronomie anzubieten, vom Tisch.

Damit endet die gastronomische Ära auf dem Annaberg

Der Annaberg ist offenbar ein schwieriges gastronomisches Pflaster, 2018 unternahm ein griechischer Pächter den letzten Versuch, dort seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schon 2019 gab es keinen Nachfolger. Jetzt werden die Mitarbeiter der Rendanturen der Immobilie neues Leben einhauchen.

Vorher werden, so Matthias Vennemann, die Gaststätte und die beiden Wohnungen zu einem modernen Bürokomplex umgebaut. Im Laufe des Jahres 2020 sollen dann alle Mitarbeiter der Rendanturen Marl, Dorsten und Haltern ihre Arbeitsplätze dorthin verlegen.

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Bis dahin bleibt die Dorstener Rendantur im alten Pfarrhaus, An der Vehme, hinter der Deutschen Bank. Matthias Vennemann: „Es gibt noch keinen exakten Beschluss, wie unsere Räume dort künftig genutzt werden.“ Derzeit beherbergt das alte Pfarrhaus im Erdgeschoss noch den Seniorentreff sowie zwei Wohnungen.

Die Dorstener Mitarbeiter müssen künftig nach Haltern pendeln

Für manche Mitarbeiter der Dorstener Rendantur sei der Weg zur Arbeit künftig ein wenig weiter, erklärt Matthias Vennemann. Je nach Wohn-Adresse mache es aber kaum einen Unterschied, ob man nach Haltern oder Dorsten fahre. Letztlich bleibe das Pendeln wohl erträglich.

Eine Rendantur erledigt hauptamtlich die Finanz-, Vermögens- und auch die Personalverwaltung für die einzelnen Kirchengemeinden und unterstützt die Gemeindeverbände in Angelegenheiten der Verwaltung des kirchlichen Vermögens. Dazu gehören auch Grundstücke und Liegenschaften. Während die Rendanten früher oftmals Mitglieder des ehrenamtlichen Kirchenvorstands waren, sind die Rendanturen seit einigen Jahren überwiegend hauptamtlich strukturiert.

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