Zehn Fakten zur Kommunalwahl in Dorsten

dzKommunalwahl 2020

Am 13. September sind Kommunalwahlen in NRW. In Dorsten dürfen die Wähler fünf Kreuzchen machen. Eine Kandidatin ist im Vorfeld abgelehnt worden.

Dorsten

, 10.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwa 63.000 Menschen können am 13. September darüber entscheiden, wer die nächsten fünf Jahre in Dorsten „regiert“, wer Landrat wird und in den Kreistag kommt. Doch einiges ist anders oder neu am „Super-Wahlsonntag“, nicht nur wegen Corona.

1. Fünf auf einen Streich

Zur Wahlen stehen der Bürgermeister und der Stadtrat in Dorsten, der Landrat und der Kreistag des Kreises Recklinghausen sowie erstmals die RVR-Verbandsversammlung („Ruhrparlament“). Für die Verbandsversammlung können nur Parteilisten und keine Personen gewählt werden. Welche dieser Personen in die Verbandsversammlung einziehen, hängt davon ab, wie viele Stimmen die Parteien erhalten.

2. Wer die Wahl hat ...

Etwa 63.000 Dorstener dürfen bei der Kommunalwahl ihre Stimmen abgeben. Darunter sind 2400 Erstwähler. 4300 sogenannte Jungwähler dürfen zum ersten Mal bei einer Kommunalwahl abstimmen. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsbürger und EU-Bürger, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens 16 Tagen in Dorsten wohnen.

3. Die Farben der Wahl

Weil ja fünf Wahlen stattfinden, gibt es auch fünf Stimmzettel, die farblich unterschiedlich sind: blau (Bürgermeister), gelb (Stadtrat), grün (Landrat), weiß (Kreistag) und flieder (RVR-Versammlung). Auf jedem Stimmzettel kann nur eine Person bzw. eine Partei oder Liste angekreuzt werden. Für alle fünf Wahlen beträgt die Wahlzeit fünf Jahre.

4. Die Kandidaten

Bis zum 27. Juli konnten Parteien und Wählergruppen, aber auch Einzelbewerber Wahlvorschläge einreichen. Zur Wahl des Rates der Stadt Dorsten stellen sich CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, AfD und Die PARTEI. Als Bürgermeister kandidieren Tobias Stockhoff (CDU), Mauritz Hagemann (Grüne), Marco Bühne (AfD) und Simon Rodriguez Garcia (Die PARTEI).

Vier Bürgermeisterkandidaten stehen am 13. September in Dorsten zur Wahl.

Vier Bürgermeisterkandidaten stehen am 13. September in Dorsten zur Wahl. © Grafik: Martin Klose

5. Direktwahl und Stichwahl

Als Bürgermeister ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erzielt. Erhält kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, kommt es zwei Wochen nach der Wahl zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern, die die meisten Stimmen erhalten haben. Wer bei der Stichwahl die meisten Stimmen erhält, ist als Bürgermeister gewählt.

6. SPD-Kandidatin abgelehnt

Eine SPD-Kandidatin hat der Wahlausschuss auf Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, weil die Bewerberin ihre Zustimmung zur Aufnahme in die Reserveliste nicht bis zum Ablauf der Einreichungsfrist erklärt hatte. Sie wurde aus der Reserveliste gestrichen, stand allerdings auch nur auf Platz 19.

7. 22 Bezirke, 44 Mandate

In Dorsten gibt es 22 Kommunalwahlbezirke. In jedem dieser Wahlbezirke wird eine Person direkt in den Rat gewählt. Da der Rat der Stadt Dorsten 44 Sitze hat, werden die restlichen Ratsmitglieder über Listen gewählt, die durch die Parteien aufgestellt werden. Wer aus den Listen in den Rat einzieht, hängt vom Wahlergebnis der jeweiligen Partei ab.

8. Neue Wahllokale „dank“ Corona

Ab 15. August erhält jeder Wahlberechtigte mit der Post eine Wahlbenachrichtigung, aus der u.a. hervorgeht, in welchem der 44 Dorstener Wahllokale er am Wahltag seine Stimme abgeben kann. Es lohnt ein genauer Blick, denn es gibt wegen der Corona-Pandemie einige Änderungen. In Altenheimen und Kitas werden keine Wahllokale eingerichtet.

9. Die Briefwahl

Im Briefwahlbüro können Wahlberechtigte, die am Wahltag verhindert sind, ab 17. August ihre Briefwahlunterlagen beantragen. Wie das geht, steht in der Wahlbenachrichtigung und wird zu gegebener Zeit auch noch auf der Homepage der Stadt Dorsten (www.dorsten.de) veröffentlicht.

10. Die Wahlparty

Das vorläufige Wahlergebnis wird noch am Abend des Wahltages ermittelt und ist für jeden, den es interessiert, u.a. auf der Homepage der Dorstener Zeitung nachzulesen. In welcher Form und unter welchen (Corona-)Bedingungen es am 13. September eine Ergebnis-Präsentation im Rathaus gibt, steht noch nicht fest.

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