Ein Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit Wulfener Markt beschäftigt sich mit der künftigen Gestaltung des Marktes - inklusive Abriss des bestehenden T-förmigen Gebäudekomplexes zwischen Pep-Einkaufszentrum (l.) und ehemaligem Globuscenter (r. im Bild). © Guido Bludau
Offener Arbeitskreis

Wulfener Markt: Bürger entscheiden mit über neues Leben im Ortskern

Der Wulfener Markt soll abgerissen werden. Neues Wohnen und Arbeiten soll am alten Standort ermöglicht werden. Jetzt dürfen die Bürger mitreden.

Die Neuordnung des Wulfener Marktes soll mit Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden. Ein Arbeitskreis dazu hat erstmals am Freitag (30. April) getagt.

Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit Wulfener Markt tagte zum ersten Mal. © Stadt Dorsten © Stadt Dorsten

Der Wulfener Markt soll abgerissen werden – dies hat der Planungs- und Umweltausschuss in seiner März-Sitzung beschlossen. Beschlossen wurde außerdem, dass die Neuordnung des Areals in einem Investoren- und Architektenwettbewerb entwickelt werden soll. Die vorliegende Rahmenplanung dient als Grundlage für diese Neuordnung und gibt erste Eckpunkte vor, wie es im Zentrum von Wulfen zukünftig aussehen könnte.

Dass dort etwas Neues entstehen soll, hat durch eine weitere geplante Gewerbeansiedlung auf dem ehemaligen Zechengelände in Wulfen neuen Auftrieb bekommen. Dort will Levi Strauss ein Distributionscenter für 650 Beschäftigte errichten.

Erste Sitzung fand als Videokonferenz statt

Um die Eckpunkte aus der Rahmenplanung zu konkretisieren und auch den Abriss kreativ zu begleiten, wird die Öffentlichkeit nun eingebunden. Am 30. April fand dazu die erste Arbeitskreissitzung als Videokonferenz statt. Der Arbeitskreis besteht aus Vertretern der Bürgerschaft, der Verwaltung und von sozialen Trägern vor Ort, der Entwicklungsgesellschaft Wulfen als jetzige Eigentümerin der Immobilie sowie dem Vorsitzenden des Umwelt- und Planungsausschusses.

Im Sofortprogramm Innenstadt 2021 wurden zu Ende April nicht nur Fördergelder für den Abriss der leer stehenden Immobilie beantragt, sondern auch Mittel für die Öffentlichkeitsbeteiligung. Der Arbeitskreis strebt in den kommenden zwei Jahren eine kontinuierliche Begleitung des umfangreichen Gesamtprozesses an.

Monatliche Treffen sind geplant

Die Mitglieder werden sich monatlich treffen, um gemeinsam konkrete Schritte und einen Fahrplan für die Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Das Konzept soll dann im Sommer nach erfolgreicher Bewilligung der Mittel vorgestellt werden. Eine Ausstellung mit Informationen zu aktuellen Planungen und dem Projektverlauf sowie begleitende Veranstaltungen werden voraussichtlich im Spätsommer dieses Jahres starten.

Der Arbeitskreis hat sich zum Ziel gesetzt, auch die Interessen bisher unbeteiligter Bürger aus verschiedenen Altersgruppen berücksichtigen zu können und möchte daher gezielt weitere Teilnehmende zur Mitarbeit gewinnen. Mehr Informationen dazu werden im Juni erfolgen.

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Claudia Engel

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