Zwei Wochen lang hat die Stadt Dorsten medizinische Masken an Bedürftige zum Sonderpreis verkauft. Jetzt wird es sie kostenlos geben. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Wirrwarr um Masken für Bedürftige: Erst für Geld, jetzt kostenlos

Zehn OP- und drei FFP2-Masken für 2,50 Euro - das Sonderangebot gab es nur für Bedürftige in Dorsten zwei Wochen lang. Doch jetzt sollen solche Masken überhaupt nichts mehr kosten.

Zwei Wochen lief der Maskenverkauf der Stadt Dorsten – durchaus erfolgreich, wie Pressesprecher Ludger Böhne am Freitag auf Anfrage bestätigte. Mehr als 1.100 Pakete mit zehn OP- und drei FFP2-Masken sind demnach für 2,50 Euro an bedürftige Menschen verkauft worden. Die meisten in der vergangenen Woche am Atlantis, etwa 180 Pakete zudem in dieser Woche vor Ort in den Stadtteilen.

Doch jetzt startet das Land NRW eine Aktion. Fünf Millionen Masken sollen landesweit und kostenlos an Bedürftige ausgegeben werden, Dorsten erhält aus dem Kontingent 25.000 Masken. „Wir werden sie zwischen dem 15. und 20. Februar verteilen“, kündigt Böhne an. Details sollen in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

„Vor Ort viel Dankbarkeit erfahren“

Mit dem Verkauf medizinischer Masken zu Sonderkonditionen hatte die Stadtverwaltung auf die neue Verordnung reagiert, in Geschäften oder im Öffentlichen Personennahverkehr medizinische Masken tragen zu müssen. Auch bei Hochzeiten und Beerdigungen sind sie inzwischen vorgeschrieben. Kritik gab es vor allem in den sozialen Medien, Atlantis-Chef Karsten Meyer hatte die Aktion allerdings vor Wochenfrist trotzdem als Erfolg gewertet. „Wir haben vor Ort viel Dankbarkeit erfahren.“

Stadtsprecher Böhne sprach deshalb am Freitag von einer „sehr guten Vorbereitung“ auf die geplante Ausgabe von kostenlosen Masken aus Landesbeständen – ebenfalls nur an Bedürftige. Die soll übernächste Woche erneut im Atlantis-Parkhaus und in den Stadtteilen erfolgen, wahrscheinlich immer bis zum frühen Abend und diesmal auch am Samstag (20.).

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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