Wintereinbruch im Dezember sorgte für mehr Unfälle

Verkehrsunfallbericht 2010

Es war allein der Wintereinbruch im Dezember, der die ansonsten erfreuliche Statistik verhagelte: Hätte es die zahlreichen Bagatell-Vorfälle infolge von Schnee und Eis nicht gegeben, wäre auch in Dorsten die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr zurückgegangen.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 14.02.2011, 15:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwar hat es im vergangenen Jahr zwei Verkehrstote auf Dorstens Straßen gegeben (2009 war nur ein Todesopfer zu beklagen), aber ansonsten bestätigt sich der Trend, der für den gesamten Bereich der Kreispolizeibehörde gilt: Die Anzahl der Verletzten ging auch in Dorsten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Bei der Zahl der Schwerverletzten sank die Zahl von 53 auf 41 (minus 22,6 Prozent), bei den Unfällen mit Leichtverletzten von 218 auf 192 (minus 12 Prozent). Dabei ist aber hervorzuheben, dass zwei Altersgruppen eine gegenteilige Entwicklung genommen haben: Die Zahl der verunglückten Jugendlichen stieg ebenso leicht an (von 19 auf 23) wie die Zahl der Senioren (von 30 auf 32). Ältere Menschen sind dabei besonders als Radfahrer Opfer von Unfällen geworden (in 19 Fällen), Fußgänger-Unfälle machten bei den Jugendlichen den größten Sprung: von keinem Unfall in 2009 auf vier Unfälle in 2010.

Einen Rückgang gab es in Dorsten bei den Schulwegunfällen: von sieben auf fünf. Und auch die registrierten Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss hat sich in der Lippestadt deutlich reduziert. Waren es 2009 noch 37 Unfälle, so verzeichnet die 2010er-Statistik nur noch 27 Unfälle. Und eine ganz erhebliche Abnahme gab es bei den verletzten motorisierten Zweiradfahrern: von 46 auf nunmehr 29. Um 48 zurück ging die Zahl der Unfallfluchten (von 419 auf 371), die polizeiliche Aufklärungsquote stieg dabei von 42 auf 47,7 Prozent. Besonders erfolgreich waren die Beamten bei den Unfallfluchten, bei denen Verletzte zu verzeichnen waren: Hier konnten 77 Prozent der Unfälle aufgeklärt werden, während die Quote im Jahr zuvor bei 57,6 % gelegen hatte.

Lesen Sie jetzt