Wiederholung des Festivals „Rock am See“ in Wulfen-Barkenberg war ein voller Erfolg

dzRock am See

Eine weise Entscheidung war es von den Organisatoren, das Festival „Rock am See“ im Gemeinschaftshaus durchzuführen. Das Wetter hätte ihnen sonst einen Strich durch die Rechnung gemacht.

von Gregor Rößmann

Wulfen-Barkenberg

, 05.05.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es waren sicherlich die legendären „Umsonst und in den Wiesen“-Festivals der 1980er-Jahre am Rottmanns Hof in Wulfen-Barkenberg, die vielen Besuchern in den Köpfen steckten, als sie sich am Samstag zum kostenlosen Event mit fünf tollen Bands aufmachten. Ja, sie waren da, aber auch viele junge Leute, die handgemachte Musik schätzen und die Bands feierten, tanzten, sich trafen, wiedersahen oder einfach eine gute Zeit haben wollten.

Ricardo Penzel hat einen tollen Job gemacht

Organisator Ricardo Penzel wird emotional, wenn man ihn auf das Festival anspricht und er hat einen tollen Job gemacht. Seine „Bar 61“ im Gemeinschaftshaus war schon nachmittags gut gefüllt und er ließ es sich nicht nehmen, mit allen Künstlern und Beteiligten des anstehenden Abends ein geselliges Stündchen bei gutem Essen zu verbringen, um die enorme Organisation die hinter einem solchen Festival steckt zu verdauen.

Das Festival ist für ihn eine Herzensangelegenheit

Fragt man Ricardo Penzel, spürt man die Liebe zu seinem Stadtteil. Ja, es tue ihm leid, dass Barkenberg mit den vielen, tollen Menschen, die ihn von seiner Jugend an begleiteten, immer ein Schattendasein führe und er wolle mit seiner Arbeit was zurückgeben. Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, Jung und Alt einen schönen Abend zu bereiten. Und er hat recht, ist das mittlerweile doch schon altgediente Gemeinschaftshaus immer noch ein toller Ort, um Veranstaltungen durchzuführen, und unterhält man sich mit den heimischen Besuchern, verbinden die Leute etwas mit dem Haus.

Wiederholung des Festivals „Rock am See“ in Wulfen-Barkenberg war ein voller Erfolg

Das "Rock Regime" aus Dinslaken eröffnete die Show. © Gregor Rößmann

Es bleibt ein wichtiger Ort ihres Stadtteils und auch wenn in direkter Nachbarschaft der verwaiste Wulfener Markt nur noch einen traurigen Anblick bietet, so ist dieses Haus mit seinem Marktplatz ihr zentraler Platz. An dem Abend konnte auch für die Wiederinbetriebnahme der Wassertreppe gespendet werden. Der plätschernde Wasserlauf ist schon lange versiegt und soll bald wieder sprudeln.

Die Bands traten für eine kleine Gage auf

Die Bands des Abends traten für eine kleine Gage auf. Die Veranstaltung solle sich einfach nur tragen, so Ricardo Penzel und ein Gewinn spiele an diesem Tag keine Rolle. „Rock Regime“ aus Dinslaken eröffneten druckvoll die Show und der charismatische, britische Sänger heizte dem Publikum ordentlich ein. Ein wenig ruhiger ging es mit „Killin’ Jane“, der erfolgreichen Band aus Dorsten weiter.

Wiederholung des Festivals „Rock am See“ in Wulfen-Barkenberg war ein voller Erfolg

Mit der international zusammengesetzten Kombo „Rock Bottom“ aus Düsseldorf wurden noch einmal die 1970er-Jahre in den Fokus gerückt. © Gregor Rößmann

Mit der international zusammengesetzten Kombo „Rock Bottom“ aus Düsseldorf wurden noch einmal die 1970er-Jahre in den Fokus gerückt. Das erfreute die Besucher, die viele Songs von Led Zeppelin, Deep Purple und Co schon seit ihrer Jugend kannten und authentisch in die damalige Dekade zurückversetzt wurden.

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Karim Laiquddin von der Band Killin' Jane © Gregor Rößmann

Live Wire und Mixed Up Everything zum Ausklang des Abends

Nach dem Umbau war spätestens mit den ersten Klängen von „Hells Bells“ klar, dass nun die Dorstener Jungs von „Live Wire“ den australischen Kultrockern von AC/DC huldigten. Gut eingespielt durch jahrzehntelanges Miteinander dauerte es nicht lange, bis das Publikum luftgitarrespielend vor der Bühne tobte und natürlich erst nach einer ausgiebigen Zugabe die Musiker entließ. Australisch ging es dann auch Richtung Finale.

Wiederholung des Festivals „Rock am See“ in Wulfen-Barkenberg war ein voller Erfolg

Auch die Jungs von "Live Wire" kommen aus Dorsten. © Gregor Rößmann

„Mixed Up Everything“ nennt sich das Familienprojekt der vier sympathischen Brüder aus „Down Under“. Durch das freundschaftliche Verhältnis zur Familie der Brüder Dhima hatte es Ricardo Penzel wieder geschafft, die vier Lockenköpfe nach Dorsten zu locken. Mittlerweile sind die rockigen Brüder international bekannt und absolvieren eine Europatournee, die sich in Kürze anschließt.

Die Brüder schlugen einen Bogen von eigenen Songs über Coverstücke von Metallica, Nirvana, Pearl Jam und anderen und entließen ein begeistertes, warmgetanztes Publikum in eine kalte Mai-Nacht. Auf ein „Rock am See Vol. 3“ bleibt zu hoffen.

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