Bürger sind genervt: Wichtigster Fuß- und Radweg wuchert immer mehr zu

dzVerkehrsproblem

Es ist die wichtigste Rad- und Fußwegeverbindung in diesem Stadtteil von Dorsten - doch sie wächst mehr und mehr zu. Bürger und Parteien stellen schon lange Forderungen an die Stadt.

Dorsten, Rhade

, 07.07.2020, 15:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer unbedarft sein Augenmerk auf diesen zugewachsenen Pfad richtet, der mag vielleicht denken: „Oh, welch romantischer Wald- und Wiesenweg.“ Doch wer hier tagtäglich zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein muss, der ist nur noch schwer genervt: Eine Menge Gestrüpp schießt links und rechts vom Wegrand hervor und engt den Asphaltstreifen ein.

„Der Begegnungsverkehr ist nicht ungefährlich“, meint die SPD Rhade, der die Situation schon länger ein Dorn im Auge ist. Vor allem, wenn Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen hier mit Fußgängern oder Radfahrern den Weg kreuzen, „ist ein Ausweichen in die Brennnesseln unausweichlich“, klagt SPD-Mann Dirk Hartwich.

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Bei dem Weg handelt es sich nach seinen Angaben um die „wichtigste Fuß- und Radwegeverbindung in Rhade“. Sie verlängert die Mainstraße im östlichen Baugebiet „Kaltenbach“ mit dem Schlehenweg in der Dorfmitte.

„Seit vielen Jahren wird parteiübergreifend gefordert, dieses Provisorium, Pättken genannt, zu beenden“, betont Dirk Hartwich. Die Rhader Sozialdemokraten hätten diese Verbindung in den Mittelpunkt eines örtlichen Radwegeplans gestellt.

„Keine positive Veränderung“

Mehrere Ortstermine mit der Verwaltung haben laut Hartwich stattgefunden. „Außer der Zustimmung, dass sich hier etwas tun muss, gab es bis heute keine positive Veränderung.“

Im Gegenteil. Zurzeit wächst der rund 500 Meter lange Weg zu. „Die Verwaltung wird in diesem Fall nicht nur gebeten, sondern dringend aufgefordert, mit einer Sofortmaßnahme zu zeigen, das Problem nochmals erkannt zu haben“, so die Rhader SPD.

An manchen Stellen ist es so eng, dass man fast durch die Brennnessseln fährt.

An manchen Stellen ist es so eng, dass man fast durch die Brennnessseln fährt. © Privat

Die Stadt solle mittelfristig eine Verbindung schaffen, „die der Bedeutung für Sicherheit, Mobilität und Gesundheit gerecht wird“. Die Ankündigung der Stadt, dass mit Landesmitteln der ländliche Raum gestärkt werden soll, dürfe nicht dazu führen, die vorhandene Infrastruktur zu vernachlässigen.

Teile im Privatbesitz

Nach Anfrage unserer Zeitung kündigt Christoph Winkel, stellvertretender Pressesprecher der Stadt, an: „Mitarbeiter der Stadt werden den Weg in Laufe dieser Woche freischneiden, sodass er möglichst wenige Engstellen aufweist.“ Allerdings: Teile des Wegrandes seien nicht in städtischem Besitz, sodass leider die Gefahr bestehe, dass sie von privater Seite wieder einwachsen.

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Christoph Winkel betont: „Die Pflege des Weges ist allein wegen der geringen Breite von gerade mal zwei Metern schwieriger als an vielen anderen Wegen im Stadtgebiet, die wir problemlos mit unseren Fahrzeugen befahren können.“

Im Rahmen der Dorfentwicklung Rhade wären daher Gespräche mit angrenzenden Grundstücksbesitzern sinnvoll.

Das Ziel der Stadt sei es, den „in der Tat sehr schönen Weg“ so auszubauen, dass es zu keinerlei Einschränkungen kommt.

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