Kleine Masken-Kunde: Welche Maske ist richtig, welche falsch?

Coronavirus

In Dorsten gilt die Maskenpflicht. Aber Maske ist nicht gleich Maske. Es gibt nämlich gewaltige Unterschiede, ob man sich selber oder andere Menschen schützt.

Dorsten

, 04.05.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein junger Mann trägt eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP3 (gestellte Aufnahme). Sie schützt ihn vor Infektionen, aber nicht andere.

Ein junger Mann trägt eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP3 (gestellte Aufnahme). Sie schützt ihn vor Infektionen, aber nicht andere. © picture alliance/dpa

Antje Adamek findet es gut, dass sich die meisten Menschen in Dorsten an die Maskenpflicht halten, aber: „Es ist beängstigend, dass viele Masken mit Ventil tragen“, schrieb sie. „Die schützen zwar den Träger, lassen aber die ausgeatmete Luft ungefiltert nach draußen.“

Gegenseitig vor einer Infektion schützen

Masken-Pflicht bedeutet tatsächlich nicht, sich selbst zu schützen, sondern andere. Der gebräuchliche (Behelfs-)Mund-Nase-Schutz soll die mikroskopischen Tröpfchen und Viren einfangen, die man beim Sprechen, Atmen, Husten, Niesen von sich gibt. Mit solchen Masken schützen sich alle recht zuverlässig gegenseitig vor einer Infektion.

Die so genannten FFP-Masken hingegen dienen dem Eigenschutz gegenüber Menschen, die möglicherweise oder nachgewiesen mit einem Virus infiziert sind. Ganz wichtig sind sie in der Medizin, damit Ärzte und Pflegepersonal sich selbst schützen können, wenn sie infizierte Patienten behandeln.

Für die Gemeinschaft gefährlich sind FFP-Masken mit Ventil: Der Träger ist zwar selbst gut geschützt. Durch das Atemventil stößt er aber – wenn er bereits infiziert ist – Viren ungefiltert, konzentriert und beschleunigt aus. „Diese Masken zerstören das Prinzip des Solidarschutzes und sollen daher in der Öffentlichkeit nicht getragen werden“, wird Bürgermeister Tobias Stockhoff in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert.

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