Wegen Corona-Virus: Zwei Dorstener sitzen in Kambodscha fest - Heimreise ist ungewiss

Gefährliche Epidemie

Das Corona-Virus greift weltweit um sich. Indirekte Opfer der Seuche sind zwei Dorstener. Sie warten in Kambodscha auf ihre Heimreise. Ob sie dort wegkommen, steht noch in den Sternen.

Dorsten

, 18.02.2020, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ liegt im Hafen von Sihanoukville/Kambodscha. Nach tagelanger Irrfahrt durch asiatische Gewässer haben die ersten von knapp 2300 Menschen in Kambodscha das Kreuzfahrtschiff verlassen. Darunter auch zwei Dorstener.

Das Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ liegt im Hafen von Sihanoukville/Kambodscha. Nach tagelanger Irrfahrt durch asiatische Gewässer haben die ersten von knapp 2300 Menschen in Kambodscha das Kreuzfahrtschiff verlassen. Darunter auch zwei Dorstener. © picture alliance/dpa

Erst waren sie auf dem Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ in Kambodscha gestrandet - jetzt müssen einige der Passagiere in Hotels auf ihre Weiterreise warten - darunter auch Deutsche. Man habe ihnen bereits am Sonntag mündlich mitgeteilt, dass ihre Tests auf das Coronavirus negativ gewesen seien, sagten Stefan Habel (35) und Alexandra Dorschu (34) der Deutschen Presse Agentur (dpa) am Dienstag in ihrem Hotel in Phnom Penh.

Dennoch warteten sie noch auf ihr offizielles Gesundheitszertifikat der örtlichen Behörden. „Ich denke, es war kein wirklicher Urlaub“, sagte Dorschu. Habel beschrieb seine Erlebnisse unterdessen als „interessante Erfahrung“.

Hochschullehrer haben Schiff am Samstag verlassen

Die beiden Hochschullehrer aus dem nordrhein-westfälischen Dorsten hatten das Schiff bereits am Samstag verlassen und waren in dem Hotel in der Hauptstadt untergebracht worden. Sie zeigten der dpa Notizen des Gesundheitsministeriums, die man unter ihrer Zimmertür durchgeschoben habe. Darauf bittet das Ministerium Passagiere der „Westerdam“, bis zum Erhalt der Testergebnisse in ihren Zimmern zu bleiben.

An diese Bitte hätten sie sich gehalten, sagte Dorschu. Doch eines treibe sie weiter um, fügte sie hinzu: „Meine größte Sorge ist, wie wir jemals diesen Ort verlassen sollen, wenn uns alle Fluggesellschaften abweisen.“

Wie die Tagesschau am Montag berichtete, war ein mit Corona infizierter Passagier an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Westerdam“. Teile der Passagiere waren schon vor der Entdeckung in Kambodscha an Land gegangen. Nach Angaben der Reederei seien bislang zumindest keine Symptome der Covid-19 genannten Lungenkrankheit bei anderen Bordpassagieren aufgetreten.

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