Wasserstoff-Tankstelle für Dorsten? Stadt soll die Möglichkeit prüfen

Klimapolitik

Wasserstoff-Tankstellen sind rar gesät. Auf Antrag der FDP wird die Stadt nun eine Arbeitsgruppe einrichten, die ein solches Pilot-Projekt in Dorsten prüfen soll.

Dorsten

, 07.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Zapf-Ventil von einer Wasserstoff-Tankstelle steckt im Tankstutzen eines Wasserstoffautos (Symbolbild).

Ein Zapf-Ventil von einer Wasserstoff-Tankstelle steckt im Tankstutzen eines Wasserstoffautos (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Wasserstoff könnte eine wichtige Rolle im sauberen Verkehr der Zukunft spielen. Doch Brennstoffzellenautos werden selten gekauft - was neben den hohen Preisen auch daran liegt, dass Wasserstoff-Tankstellen derzeit nur rar gesät sind.

Die Stadt soll deshalb Möglichkeiten ausloten, eine solche Wasserstoff-Tankstelle in Dorsten zu errichten. Dafür soll eine „Arbeitsgruppe Brennstoffzellenantrieb“ gegründet werden, an der sich auch private Interessierte beteiligen können.

Dies beschloss der Rat jüngst auf einen Antrag der FDP-Fraktion hin. Derzeit werde laut FDP die E-Mobilität deutlich überbewertet, „mit dem Ergebnis, dass die Diskussion anderer Möglichkeiten zu kurz kommt“, so Fraktionschef Lutz Ludwig.

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Bürgermeister Tobias Stockhoff sagte, die Stadt sei in dem Themenfeld bereits unterwegs. Er legte den umfassenden FDP-Antrag so aus, über den Klima-Manager ein Treffen mit beteiligten Akteuren zu organisieren, um die Fragestellungen zu erörtern.

Förderchancen ausloten

Die Arbeitsgruppe soll ermitteln, ob eine solche Tankstelle unter städtischer Regie laufen könne, soll potentielle Nutzer (auch öffentliche und private Fuhrparks mit Nutzfahrzeugen) ermitteln und Kontakt mit Akteuren aufnehmen, die eine Wasserstofftankstelle betreiben. Zudem soll sich die Arbeitsgruppe mit Fördermöglichkeiten und eventuellen Standorten beschäftigen.

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