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Was Schüler über die Abi-Verschiebung denken

Die Abi-Prüfungen starten in diesem Jahr wegen der Corona-Krise voraussichtlich erst am 12. Mai. Das sagen Schülerinnen und Schüler von drei Dorstener Schulen dazu.
31.03.2020
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Reichen die neu gewonnenen drei Wochen aus, um sicher zu sein, dass alle Schüler die Prüfungen so gesund verlassen, wie sie sie betreten? Was passiert, wenn noch mehr Menschen sterben? Diese Unsicherheit ist ein unschönes Gefühl, wenn man sich auf die wohl wichtigsten Klausuren vorbereitet. Ich finde es richtig, das Abitur durch Prüfungen zu erlangen, aber ich bin mir unsicher, ob dieser Weg momentan der Richtige ist. Ich möchte mich während der Abiklausur völlig auf diese konzentrieren und nicht die Angst vor dem Virus im Hinterkopf haben. (Philiene Wickler, Gymnasium Petrinum)© privat
"Die Verschiebung der Abiturprüfungen in diesem Jahr war eine richtige Entscheidung. Der Wegfall der Abweichprüfungen und die verlängerte Lernzeit sind positiv für uns. Jedoch wird durch den Aufschub die Prüfungsphase verkürzt und die Prüfungen werden enger beieinander liegen. Eine Verlegung in das nächste Jahr könnte bestehende Zukunftspläne gefährden. Wir werden in dieser Zeit vor eine Ausnahmesituation gestellt, die aber auch vielen eine Chance auf ein besseres Abitur ermöglicht.” (Jan Heppner, St.-Ursula-Gymnasium)
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"Ich empfinde diese Vorkehrung als sehr positiv. Zum einen wäre es unfair, die Prüfungen in den kommenden Wochen schon zu schreiben, da der Unterricht stark verkürzt wurde. Die neue Regelung bietet uns die Möglichkeit, noch nicht abgeschlossene Themen zu beenden und das bisher Gelernte zu vertiefen. Zum anderen trägt die Verschiebung hoffentlich dazu bei, die Ausbreitung des Virus' weiter einzudämmen." (Jill Müller, St.-Ursula-Gymnasium)
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“Wir haben zwar nun mehr Zeit zum Lernen, jedoch hat diese Entscheidung relativ lange auf sich warten lassen. Außerdem entfallen wahrscheinlich auch alle Feierlichkeiten, wie beispielsweise unser Abiball. Darüber hinaus sind viele Kurse auch noch nicht mit dem vorausgesetzten Lernstoff fertig geworden. Ich finde es wäre hilfreich gewesen, wenn mehr Transparenz geherrscht hätte und eine endgültige Entscheidung früher getroffen worden wäre.” (Noah Mann, Gymnasium Petrinum)
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“Die Verschiebung der Abiturprüfungen verbessert unsere Situation, ist jedoch auch nicht die beste Lösung. Doch was soll man in solch einer Zeit schon als "beste Lösung“ ansehen? Für manche ist die längere Vorbereitungszeit alleine zu Hause ein Vorteil, für andere ein Nachteil. Ich hoffe, dass alle gut durchs Abitur kommen und sich, der Situation entsprechend, nicht zu verrückt machen." (Jolene Rademacher, Gesamtschule Wulfen)
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“Dass die Abiturprüfungen verschoben werden, finde ich positiv, da die Alternative gewesen wäre, sie ausfallen zu lassen. Dann hätte es sich so angefühlt, als würde meine Schullaufbahn ohne wirklichen Abschluss enden. Jetzt habe ich mehr Zeit zur Vorbereitung und somit weniger Zeitdruck und Stress. Allerdings ist es fragwürdig, ob sich die Corona-Krise drei Wochen später soweit gelegt hat, dass die Prüfungen stattfinden können. Ich würde lieber keine Abiklausur schreiben, als eine Bedrohung für die Gesellschaft darzustellen.” (Lara Funke, Gymnasium Petrinum)
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“Dass es sich zurzeit um einen noch nie dagewesenen Ausnahmezustand handelt, ist allen klar, weswegen bei den Abiturprüfungen nicht so getan werden darf, als hätten wir uns unter normalen Bedingungen vorbereiten können: Themen müssen selbstständig erarbeitet werden, Lerngruppen können sich nicht treffen, Familien geraten in Existenznot. Deswegen ist die Verschiebung des Abiturs um drei Wochen ein richtiger Schritt. Aber wer weiß, ob sich die Situation bis dahin so beruhigt hat, dass man ohne Angst vor Ansteckung die Prüfungen schreiben kann?” (Ruth Nitsche, Gesamtschule Wulfen)
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“Die Allgemeine Hochschulreife ist eine Anerkennung für die von Schülerinnen und Schüler erbrachte Leistung und sollte nicht verschenkt werden. Die freie Zeit und die moderne Technik machen es einfacher denn je, unterrichtet zu werden, sich mit Lehrern auszutauschen und sich auf drei schriftliche und eine mündliche Prüfung vorzubereiten. Die Argumentation gegen die Expertenmeinungen, dass das Risiko zu groß sei, finde ich persönlich einfältig.” (Maximilian Klapheck, St.-Ursula-Gymnasium)
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