Die an die Wilhelm-Lehmbruck-Schule angrenzende ehemalige Hausmeisterwohnung (r.) ist ebenfalls Teil der Planungen. Gegen einen zweizügigen Ausbau der Schule ist allerdings der Schermbecker Schulausschuss. © Robert Wojtasik (A)
Schule

Votum zur Östricher Schule: „Die sollen ihre eigenen Kosten tragen“

Ein zweizügiger Ausbau der Wilhelm-Lehmbruck-Schule in Östrich wird seitens der Stadt Dorsten erwogen. Die Reaktion des Schermbecker Schulausschusses fiel eindeutig aus.

Unter den diskutierten drei Varianten zur Zukunft der Östricher Schule steht auch ein Abriss und Neubau, der pro Jahrgang zwei Klassen fassen könnte. Zu füllen wären diese wohl nur, wenn viele Gahlener Kinder die Schule besuchen.

Dazu wurde die Gemeinde Schermbeck um Stellungnahme gebeten. Bürgermeister Mike Rexforth war es am Dienstag wichtig zu betonen, „dass nicht der Eindruck entsteht, dass die Stadt Dorsten versucht, sich Kinder anzueignen“. Man pflege ein „gutes, offenes Verhältnis“ und habe sich „partnerschaftlich unterhalten“.

„Die sollen ihre eigenen Kosten tragen“

Ulrike Trick (Grüne) sagte, es sei gegen eine partnerschaftliche Unterhaltung nichts einzuwenden: „Kritisch wird es, wenn es ans Portemonnaie geht. Da wir uns mühsam aus einem Schulverbund gelöst haben, sehe ich nicht ein, uns in den nächsten zu begeben.“ Auch Hildegard Franke (CDU) verwies auf den ehemaligen Schulverbund mit Brünen. Zur Dorstener Anfrage sagte sie: „Die sollen ihre eigenen Kosten tragen, dafür sind wir nicht da.“

Kurz diskutiert wurde über den Beschlussentwurf, ob es ratsam sei, sich gegen eine Zweizügigkeit auszusprechen, was laut Ausschussvorsitzender Hildegard Neuenhoff (CDU) in der Entscheidungsbefugnis Dorstens liegt. „Die Zweizügigkeit ist der Knackpunkt“, sagte Irmgard Schwenk von der Verwaltung – das Votum dagegen war einstimmig.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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