Von der Entstehung der Ev. Kirchengemeinde in Wulfen

Pastor Karl-Ludwig Höpker

Pastor Karl-Ludwig Höpker war seit 1963 Pfarrer in der Ev. Gemeinde Hervest-Dorsten, zu der auch Alt-Wulfen gehörte. 1968 wurde die Gemeinde Wulfen – mit Lembeck und Deuten – selbstständig. Die Höpkers wohnten mit fünf Töchtern im Pfarrhaus neben der Gnadenkirche.

WULFEN-BARKENBERG

21.12.2011, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beide diskutierten schon über ein „Gruppenpfarramt“, aber das war kirchenrechtlich damals nicht möglich. Thimme bot jedoch die Einstellung eines zweiten Pfarrers an. 1970 kam Pfarrer Bernhard Korn und zog ins Pfarrhaus an der Gnadenkirche ein. Höpker wechselte in den Y-Bau an der Dimker Allee. Zwei große Wohnungen im 5. Stock wurden mit einem Durchbruch verbunden – ein Teil davon wurde Pfarrbüro. Barkenberger Gottesdienste fanden in der Pausenhalle der Blauen Schule statt. Die musikalische Gemeindearbeit war schwierig zu organisieren, denn es gab noch keine Buslinien. Höpker musste zu jeder Probe einige Teilnehmer abholen und wieder nach Hause chauffieren – aber auf diese Weise kamen auch immer alle!

Korn und Höpker äußerten sich häufig zur Lokalpolitik, waren überall dabei. So beteiligten sie sich an der „Interessengemeinschaft“ von Neubürgern, die akute Probleme im entstehenden Ort bearbeitete. Auch ein Spielplatz war notwendig: Also lief Höpker Trompete blasend zwischen den Hochhäusern herum und warb Mithelfer zum Aufbau von Holzkletterhäusern und einer Seilbrücke am Robinsonplatz.Von 1965 bis 1972 lief die Planung für das neue Gemeindezentrum an der Talaue.

Das sollte kein Sakralraum werden, sondern ein offener Treffpunkt, der Heimat bot für alle, die Kontakt und Orientierung beim Neuanfang suchten. Da gab es z.B. auch einen Luftgewehrschießstand, Tanzen, Boxen und Karate, ein Fotolabor, Kindermatschraum, Kegelbahn, Tischtennisplatten und einen Bandkeller. Kurz nach der Einweihung des Baus 1972 wechselte Höpker nach Lippstadt. Ein Jahr später wurde das „Gruppenpfarramt“ als Modellversuch genehmigt.

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