Vermummte Räuber trafen rein zufällig auf das Liebespärchen in der Seikenheide

dzRaubüberfall

Der Raubüberfall in der Seikenheide am Donnerstagmorgen war „reiner Zufall“. Dass sich an dieser abgelegenen Stelle in Dorsten Täter und Opfer begegneten, war ein Riesenpech der Betroffenen.

Dorsten

, 26.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Donnerstag hatte die Polizei in einer Mitteilung auf die aufsehenerregende Tat in der Seikenheide hingewiesen.

Demnach hielten sich in ihrem Auto eine 19-jährige Bottroperin und ein 18-jähriger Dorstener auf. Das Liebespaar wurde laut Auskunft der Polizei plötzlich von zwei Vermummten heimgesucht, die mit vorgehaltener Schusswaffe die Herausgabe der Geldbörse des Mannes verlangten. Mit der Beute flüchteten die beiden Tätern anschließend unerkannt auf ihren Fahrrädern in Richtung Kirchhellener Allee.

Vermummte Räuber trafen rein zufällig auf das Liebespärchen in der Seikenheide

An der Seikenheide sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht - der Überfall an diesem abgelegenen Weg gibt Rätsel auf. © Claudia Engel

Polizeisprecher Michael Franz bestätigte am Freitag auf Anfrage, dass dieser Fall ungewöhnlich ist. Denn dass sich Opfer und Täter an dieser sehr abgelegenen Stelle zu nachtschlafender Zeit begegnet sind, falle aus dem Rahmen. „Es deutet aber für unser Fachkommissariat nichts darauf hin, dass sich Opfer und Täter kennen könnten oder die Geschichte fingiert sei“, sagte Franz.

Gegen diese Annahme spricht auch, dass beide Opfer bei dem Überfall leicht verletzt wurden. Denn die Täter schlugen nach dem Raub noch auf Mann und Frau ein, bevor sie sich auf ihren Rädern aus dem Staub machten.

Erst unmaskiert am Auto vorbeigeradelt

Kurios ist auch: Die Täter waren bereits vor dem Überfall unmaskiert am Auto des Paares vorbeigefahren und kehrten dann, laut Auskunft der Polizei, vermummt und bewaffnet zurück. Ähnlich gelagerte Straftaten, die die Handschrift der Täter tragen, liegen der Polizei nicht vor. Von den beiden Angreifern gibt es nur vage Beschreibungen.

Um sachdienliche Zeugenhinweise bittet die Polizei unter Tel. (0800) 2361 111.

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