Herzzerreißend: Junge Mutter nach Brand obdachlos - wer kann helfen?

dzVerheerendes Feuer

Am Freitagmittag löste sich die kleine Welt einer 36-jährigen Dorstenerin in Flammen auf. Seit einem Feuer in ihrer Wohnung ist sie obdachlos. Und mit ihr ihre beiden Söhne und ihre Mutter.

Dorsten, Hervest

, 14.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Feuer hat das gewohnte Leben einer kleinen Familie aus Dorsten ausgelöscht. Seit dem Brand am Freitag in ihrer Wohnung an der Schollbrockstraße in Hervest sind eine 36-jährige Frau und ihre beiden kleinen Söhne, drei und sechs Jahre alt, sowie die pflegebedürftige Mutter der Frau und der Familienhund wohnungslos: „Wir haben nichts mehr“, sagt sie.

Die Oma kümmert sich mit um die beiden Jungen - sie soll weiter mit der Familie unter einem Dach leben können.

Die Oma kümmert sich mit um die beiden Jungen - sie soll weiter mit der Familie unter einem Dach leben können. © privat

Sie weint am Telefon, als sie ihre Geschichte erzählt. „Wir können nicht mehr in unser Zuhause zurück. Alles ist verbrannt oder verraucht.“ Vorübergehend wurden die alleinerziehende Mutter und ihre Mutter im Hotel Albert untergebracht. „Aber das ist keine Lösung, wir brauchen dringend und so schnell wie möglich eine neue Wohnung“, sagt uns die Frau.

Alles ist verbrannt oder unbrauchbar geworden

Weil die 36-Jährige erst vor vier Jahren nach Dorsten gezogen ist, hat sie hier keine familiären Kontakte. Und keine Möglichkeit, bei Verwandten unterzukommen. Hart getroffen hat sie das Feuer in ihrer Wohnung aber auch aus anderen Gründen: „Alles, was wir hatten, auch Kleidung und Spielsachen der Kinder, sind verbrannt.“

Kontakt zu der Familie bitte über die Dorstener Zeitung, entweder per Email: redaktion@dorstenerzeitung.de oder telefonisch (02362) 927783.

Sie selbst ist als Lehrerin in leitender Funktion an einer Akademie beschäftigt. Sie bildet Ärzte aus dem Ausland weiter und bereitet sie nach deutschen Standards auf Prüfungen vor der Ärztekammer vor.

Die Wohnung der Familie ist nach dem Brand unbewohnbar geworden.

Die Wohnung der Familie ist nach dem Brand unbewohnbar geworden. © Guido Bludau

„Ich arbeite im Homeoffice“, sagt sie. Das hat sie auch am Freitag gemacht. Plötzlich schrillte am Vormittag der Rauchmelder im Kinderzimmer. „Meine Mutter und ich liefen hin. Meine Mutter hat noch versucht, das Feuer zu löschen - aber alles stand schon in hellen Flammen“, erzählt die 36-Jährige.

Sie habe sich ihren Dreijährigen geschnappt und ihrer Mutter zugerufen, dass sie sofort die Wohnung verlassen solle. „Und dann waren wir auch schon draußen“, so die Wohnungsinhaberin. Wie und warum das Feuer ausgebrochen ist, ist ihr schleierhaft. „Die Brandermittler der Polizei wollten am Montag die näheren Umstände untersuchen.“

Kinder weinen viel und kommen nicht zur Ruhe

Seit Freitag lebt die kleine Familie also im Hotel Albert. Ihre Kinder seien völlig aufgelöst: „Sie weinen viel und kommen nicht zur Ruhe.“ Dabei müsse sie arbeiten, denn das Homeoffice müsse trotz der Notlage weitergeführt werden, damit sie ihrer Lehrtätigkeit nachkommen kann. „Im Kindergarten in Hervest und in der Wulfener Schule meines älteren Sohnes sind schon Spendenaufrufe gestartet worden, damit wir das Nötigste besorgen können“, erzählt die Mutter. Aber viel wichtiger sei ihr, dass sie so schnell wie möglich eine Wohnung in Dorsten findet.

Wer der kleinen Familie helfen kann, mit Sach- oder Geldspenden oder eine große Wohnung mit kleinem Garten anbieten kann, kann über die Dorstener Zeitung Kontakt zu der Mutter herstellen.

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