Dr. Jürgen und Lisa Fleischer treten als Kandidaten bei „Das Quiz" mit Jörg Pilawa an. © Petra Berkenbusch
Kandidatenpaar aus Dorsten

Vater und Tochter zeigten ihr Wissen beim TV-Quiz mit Jörg Pilawa

Lisa Fleischer hat schon als Kind gern „Das Quiz“ mit Jörg Pilawa geguckt. Jetzt hat die junge Frau gemeinsam mit ihrem Vater Jürgen auf dem Kandidatenstuhl gezittert.

Als Kind hat Lisa Fleischer mit ihrer Großmutter im Vorabendprogramm gern „Das Quiz“ mit Jörg Pilawa geguckt. Damals versprach die Oma: „Wenn Du groß bist, bewerben wir beide uns mal für das Quiz.“ Aber bevor Lisa so richtig groß war, stellte die ARD die tägliche Quizsendung 2010 nach neun Jahren ein. Im November 2020 kam „Das Quiz“ wieder zurück auf den Bildschirm, und am 1. März wird für Lisa, inzwischen eine erwachsene junge Frau, ein Kindheitstraum wahr.

Allerdings an der Seite ihres Vaters Jürgen statt mit Oma Ulla, die von der Enkelin zunächst heimlich auf den Bewerbungsbogen geschrieben wurde, dann aber lieber ihrem Sohn Jürgen den Vortritt gelassen hat. Gemeinsam mit der bekannten Dorstener Großfamilie Funke hat sie kräftig die Daumen gedrückt, als Sohn und Enkeltochter im Januar nach Hamburg reisten zur Aufzeichnung der Quizsendung.

Die ganze Großfamilie Funke hat die Daumen gedrückt

Eine Großfamilie, aus der sogar eine ganze Fußballmannschaft, die EG Funke, hervorgegangen ist, hatte wohl auch die Casting-Mitarbeiter gereizt. Die lieben es, wenn sie ihrem Moderator Kandidatenpaare vorsetzen können, die auch ein Gesprächsthema bieten. Dr. Jürgen Fleischer: „Über die Fußballmannschaft hat er am Ende mit uns aber kaum gesprochen.“ Offenbar fanden sich genügend andere Themen, mit denen Pilawa aufgeregte Kandidaten zu Beginn der Fragerunde locker macht.

Jörg Pilawa
Jörg Pilawa hat im November 2020 das Format „Das Quiz“ wieder aufgenommen. © NDR/Max Kohr © NDR/Max Kohr

Dass Lisa und ihr Vater es überhaupt auf den Kandidatenstuhl geschafft haben, erscheint ihnen im Rückblick immer noch wie ein Wunder. „Wir haben erst vor Ort erfahren“, berichtet die 27-Jährige, „dass an jedem Aufzeichnungstag mehr Teams da sind, als es voraussichtlich in die Sendung schaffen. Während in jeder Aufnahmewoche von montags bis donnerstags drei Sendungen produziert werden, sind es freitags nur zwei. Und wir waren ausgerechnet freitags da.“

Vor ihnen auch noch ein „gesetztes“ Paar, das die vorherige Runde noch zu Ende spielen musste.

Vater und Tochter wollten auf keinen Fall zocken

Jürgen Fleischer: „Eigentlich hatten wir uns wenige Chancen auf den Stuhl ausgerechnet, doch plötzlich ging alles ganz schnell.“ Sie lernten Jörg Pilawa kennen, wurden geschminkt, bekamen eine kleine Einweisung auf dem Stuhl – und schon ging es mit der ersten Frage los, bei der die innerhalb von zehn Sekunden gegebene richtige Antwort der Erfüllung eines persönlichen Wunsches dient: Fürs nächste Großfamilientreffen sind die Getränke sicher.

Jürgen und Lisa Fleischer im Hamburger Fensehstudio © NDR © NDR

Bei „Das Quiz“ winkt den Kandidaten ein Höchstgewinn von 50.000 Euro, sofern sie zwölf Fragen richtig beantworten. Sie sind abwechselnd an der Reihe, dürfen sich nicht beraten, aber insgesamt vier Vetos einlegen. Mit einem davon kann man die Frage komplett wegtauschen. Wenn bei jeder Frage einer von beiden 100-prozentig Bescheid weiß, ist theoretisch der Idealfall erreicht.

Jedes Paar legt vor der Raterunde eine Sicherheitsstufe fest. Einmal erreicht, kann diese Summe nicht verloren gehen. 7.500 Euro war der Kompromiss zwischen der eher vorsichtigen Tochter und dem potenziell risikobereiteren Vater. „Und wir waren uns total einig“, erzählt Lisa, „dass wir nur zocken, solange das Tausch-Veto noch da ist.“ Es sollte anders kommen. Im Hamburger Fernsehstudio lernte Lisa ihren 56-jährigen Vater von einer ganz neuen Seite kennen und gewann Vertrauen in sein Bauchgefühl.

Die Großfamilie Funke hat für Lisa und Jürgen Fleischer die Daumen gedrückt.
Die Großfamilie Funke hat für Lisa und Jürgen Fleischer die Daumen gedrückt. © Ralf Pieper (Archiv) © Ralf Pieper (Archiv)

Akademisches Expertenwissen half nur bedingt weiter

Ihr akademisches Expertenwissen konnten der Physiker und IT-Architekt und die auslandserfahrene Master-Studentin im Fach „Humanitäre Hilfe“ übrigens kaum einsetzen. Zusätzlich trainiert haben sie vorher beim „Trivial Pursuit“-Spiel und auf taschenhirn.de

Durch welche Achterbahnfahrt der Gefühle Vater und Tochter als Quizkandidaten gegangen sind, was eine Nadel, geklärte Butter, Pferde, Adler, Bären und Löwen sowie eine britische Rockband mit ihrem Abschneiden zu tun haben, erfahren die Fernsehzuschauer am Montag, 1. März, um 16.10 Uhr im Ersten oder danach noch einige Tage in der Mediathek.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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