Unfallgefahr ist groß: Häufig wird der falsche Radweg an der Borkener Straße benutzt

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Radfahrer an der Borkener Straße müssen hinter dem Gemeindedreieck die Fahrbahnseite wechseln, wenn sie nach Holsterhausen weiterfahren möchten. Das tun aber längst nicht alle.

Dorsten, Holsterhausen

, 18.02.2019 / Lesedauer: 3 min

An der Borkener Straße in Höhe der Baldurstraße sind sich Radfahrer und Autofahrer in der Vergangenheit häufig auf verhängnisvolle Weise in die Quere gekommen. Radfahrer hatten und haben dort schwere Unfälle. Die Polizei hat diese Kreuzung 2017 zum „unfallauffälligen Bereich“ erklärt. Seitdem hat sich einiges geändert. Aber nicht alles.

Unfallzahlen sind rückläufig, aber immer noch messbar

Denn Radfahrer verunglücken dort immer noch. Wenn auch nicht mehr ganz so häufig wie in den Jahren zuvor. Das sagte die Polizei am Montag auf unsere Anfrage. Aktuelle Zahlen präsentiert die Polizei in ihrer Unfallstatistik 2018 in der kommenden Woche.

Am Freitagabend (15.2.) wurde ein 13-jähriges Mädchen im Kreuzungsbereich Baldurstraße/Borkener Straße als Radfahrerin von einem Auto erfasst und verletzt.

Als Grund gibt die Polizei an, dass das Mädchen auf der falschen Straßenseite mit ihrem Fahrrad in Richtung Holsterhausen unterwegs war. Ein ähnlicher Unfall passierte im Januar. Eine 40-Jährige war auf dem linken Radweg nach Holsterhausen unterwegs und kollidierte an der Baldurstraße mit dem rechtsabbiegenden Fahrzeug eines Schermbeckers.

Verbotsschild steht auf dem linken Radweg

Für Radfahrer wurden wegen der Unfallgefahr etwa 300 Meter hinter dem Gemeindedreieck in Richtung Holsterhausen Verkehrsschilder aufgestellt, die ihnen die richtige Richtung weisen. So steht an der Ecke Hohenkamp/Borkener Straße auf dem linken Radweg (aus Richtung Gemeindedreieck) das rot-weiße Schild „Verbot für Radfahrer“.

Unfallgefahr ist groß: Häufig wird der falsche Radweg an der Borkener Straße benutzt

An der Kreuzung Borkener Straße/Hohenkamp (linke Seite) müssen Radfahrer von der linken auf die rechte Fahrbahnseite wechseln. Die Beschilderung ist eindeutig und wird trotzdem missachtet. © Foto Claudia Engel

Es untersagt das Fahrradfahren in Bereichen, in denen ein erhöhtes Sicherheits- oder Unfallrisiko besteht. So wie an der Borkener Straße in Richtung Baldurstraße.

Absteigen an Fußgängerampel und die Fahrbahnseite wechseln

Tatsächlich müssen Radfahrer am Hohenkamp, wenn sie aus Richtung Gemeindedreieck kommen, absteigen und die Fahrbahnseite an der Fußgängerampel Borkener Straße/Hohenkamp/Hohefeldstraße wechseln. Dort zeigt ein Schild, dass sie auf der richtigen Fährte sind.

„Aber auch Autofahrer müssen an der Baldurstraße/Borkener Straße gut aufpassen“, mahnt Polizeipressesprecher Michael Franz zur Vorsicht. Zwar schauen Autofahrer automatisch erst nach links, wenn sie nach rechts auf die Borkener Straße abbiegen wollen. Trotzdem dürfen sie sich erst in den Kreuzungsbereich hineintasten, wenn sie auch nach rechts geblickt haben. Spätestens dann würden sie einen Geisterfahrer auf dem Radweg entdecken. Wichtig sei, so der Polizeisprecher, dass sich Autofahrer und Radfahrer gleichermaßen an die Regeln halten.

Regelmäßige Kontrollen bannen die Unfallgefahr

Die Polizei versucht laut Auskunft von Michael Franz mit Informationsveranstaltungen und regelmäßigen Kontrollen, die Unfallgefahr für Radfahrer an der Borkener Straße zu reduzieren. „Das zeigt Erfolge. Wir behalten den Bereich aber weiter im Auge.“

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