Unbekannte zünden Einkaufswagen auf der Zechenbahnbrücke an

dzBrandstiftung

Winfried Witteberg ist sauer: Unbekannte haben am Wochenende zwei Einkaufswagen auf der ehemaligen Zechenbahnbrücke in Brand gesetzt. Und das war nicht der erste Fall von Brandstiftung.

Hervest

, 09.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Hervester Winfried Witteberg geht dort regelmäßig mit seinem Hund spazieren. Auf seinem Rundgang am Montagmorgen machte er eine Entdeckung: „Ein Einkaufwagen muss bei Edeka Honsel auf dem Zechengelände entwendet und dann auf der Brücke angezündet worden sein.“

Einkaufwagen einem Obdachlosen gestohlen?

Witteberg vermutet, dass der Einkaufskorb in der Nacht von Sonntag auf Montag gebrannt hat. Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag war ein weiterer Einkaufswagen angesteckt worden - auch den hatte der Hervester bei seinem regelmäßigen Spaziergang entdeckt.

Witteberg vermutet, dass dieser zuvor einem Obdachlosen entwendet worden war, denn in dem Wagen befand sich Kochgeschirr, das ebenfalls angesteckt wurde und verkokelt neben dem Einkaufswagen lag. Am Brückenbauwerk selbst entdeckte er einige Brandspuren.

Diesen Einkaufwagen hätten Unbekannte, zusammen mit den verbrannten Utensilien, einen Tag später von der Brücke neben die Sitzbank vor der Brücke gerollt, denn dort lag er umgekippt noch am Montagmorgen - das verkokelte Essgeschirr und weitere Dinge ausgekippt daneben.

Außerdem hätten Unbekannte vor der Brücke einen Abfalleimer abgerissen und den ebenfalls zusammen mit dem Einkaufswagen angezündet.

In der Nacht zu Montag wurde dieser Einkaufswagen in Brand gesteckt.

In der Nacht zu Montag wurde dieser Einkaufswagen in Brand gesteckt. © Winfried Witteberg

„Das ist nicht der erste Fall von Brandstiftung an der ehemaligen Zechenbahnbrücke“, weiß der Hervester. Am 11. September habe ein Fahrrad gebrannt. Und in der Nacht hätten die Unbekannten auch noch Spraydosen ins Feuer geworfen, die dann explodiert seien, wie Winfried Witteberg von einem Nachbarn erfahren haben will.

Täter nach Fahrrad-Brand im September nicht ermittelt

Die Polizei hätte damals das Fahrrad beschlagnahmt. Das bestätigt auf Nachfrage die Pressestelle der Polizei in Recklinghausen. „Uns lag eine Anzeige von einem Fahrradbrand vom 11. September vor. Die Brandstiftung soll sich um kurz vor 5 Uhr ereignet haben“, so Polizeisprecher Andreas Lesch. Ein Täter sei aber nicht ermittelt worden.

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Für Winfried Witteberg sind solche Brandstiftungen beziehungsweise Sachbeschädigungen beileibe keine „Dumme-Jungen-Streiche“: „Immerhin verläuft direkt neben der Brücke eine Gasleitung.“ Der Hervester hat die Stadt über die Brandstiftungen informiert. Die Mitarbeiter haben die verkokelten Einkaufswagen am Montag entsorgt und die Brücke gereinigt. Sie kann gefahrlos betreten werden. Die Stadt prüft jetzt, ob sie Anzeige erstattet.

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