Viele Mitarbeiter in Dorstener Unternehmen konnten sich trotz Corona über Weihnachtsgeld freuen. (Symbolbild) © picture alliance / dpa
Umfrage

Umfrage: Corona hatte nur bedingt Auswirkungen aufs Weihnachtsgeld

Wie hat sich Corona auf die Digitalisierung in den Dorstener Unternehmen ausgewirkt? Und gab es Weihnachtsgeld für die Mitarbeiter? Eine Umfrage liefert Antworten.

Das Corona-Jahr 2020 hat die Unternehmen in Dorsten zum Teil schwer gebeutelt. Das hat eine Umfrage der Dorstener Zeitung ergeben. Viele Firmen blicken aber durchaus optimistisch in die nähere Zukunft.Weniger Kunden, weniger Umsätze. logistische Engpässe – das beklagen viele Firmen. Auf die Zahlung eines Weihnachtsgeldes für die Mitarbeiter hat sich das aber offenbar nur bedingt ausgewirkt. Nahezu die Hälfte (49,2 Prozent) der 122 teilnehmenden Firmenchefs gab an, das Weihnachtsgeld vollständig bezahlt zu haben, weitere 7,5 Prozent zumindest teilweise.

Immerhin 18,3 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben zu, dass sie in diesem Jahr wegen der Coronakrise den Mitarbeitern kein Weihnachtsgeld zahlen konnten. Jeder vierte Unternehmer sagt allerdings: „Für unsere Mitarbeiter gibt es grundsätzlich kein Weihnachtsgeld.“

Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht repräsentativ, geben aber ein Stimmungsbild wieder. Bei der Frage, ob die Corona-Pandemie der Digitalisierung im eigenen Unternehmen einen Schub gegeben hat, antworteten 62 Unternehmer mit „Ja“ und 60 mit „Nein“. Eine Aufschlüsselung nach Branchen war leider nicht möglich.

Zwei Drittel verstärkten Online-Aktivitäten nicht

Das gilt auch für die Frage nach den Online-Aktivitäten. Der Online-Handel gilt zwar als Gewinner der Coronakrise, doch die meisten Umfrageteilnehmer haben ihre Aktivitäten im Internet nicht verstärkt (66,4 Prozent). Die Gründe sind unterschiedlich: nicht möglich, keine Kapazitäten, fehlende Fördermittel, rechtliche Hürden – das sind einige Argumente, die genannt wurden.

Manche Dienstleistung lässt sich aber auch nicht übers Internet einkaufen. Mehrere Umfrage-Teilnehmer räumten indes ein, dass sie die Kundenakquise oder Werbung übers Internet und die sozialen Medien ausgebaut haben. Manch einer scheint aber auch eine generelle Abneigung gegen den Online-Handel zu hegen.

Mehrfach lautete die Antwort sinngemäß: „Man muss den örtlichen Handel unterstützen.“

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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