Aufwendig und adventlich beleuchtet zogen Lembecker Landwirte mit ihren Treckern im Laternen-Konvoi durch das Dorf. © Privat
Trecker-Fahrt

Überraschung pur: Trecker-Laternenfahrt sorgte für Stimmung im Dorf

Dieses Jahr ist wegen Corona alles anders, auch für die Landwirte in Lembeck. Deshalb brachten sie am Vorabend des Nikolaustages mit einem Trecker-Konvoi funkelnde Adventsstimmung ins Dorf.

Neun Lembecker Landwirte sorgten an Samstag für eine dicke Überraschung im Dorf. In einem blinkenden und glitzernden Konvoi zogen sich ihre Schlepper quer durch Lembeck, auf Hauptstraßen und durch Wohngebiete. Die Anwohner waren begeistert: Denn die Landwirte hatten ihre Trecker in aufwendiger Vorbereitung geschmückt – mit Lichterketten, funkelnden Weihnachtsbäumen, auch das eine oder andere leuchtende Rentier zierte die Motorhauben.

„Handy stand nicht still“

„Bei mir stand das Handy den Abend nicht mehr still, alle haben mir Fotos und Videos von der Aktion geschickt“, sagt Michael Sprenger. Der Lembecker hat mit Unterstützung einiger seiner Kollegen von den Lembecker Ortslandwirten diese Aktion vor Ort auf die Beine gestellt. Als Teil einer bundesweiten Aktion der Agrarbewegung „Land schafft Verbindung“ (LSV), in dessen Kreisverband Recklinghausen Michael Sprenger im Organisationsteam tätig ist.

Unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ wollten auch die Landwirte aus Lembeck am Vorabend zu Nikolaus Vorweihnachtsstimmung zaubern. Denn es gibt wegen Corona derzeit wirklich keine schönen Nachrichten in der besinnlichen Zeit des Jahres. Erst durften die St. Martinsumzug nicht stattfinden, dann stand fest, dass der Nikolaus ebenfalls wegen Corona nicht kommen darf. „Und auch wir Bauern haben wirtschaftlich mit fallenden Preisen zu kämpfen“, sagt Michael Sprenger.

Aber so ganz stimmungslos sollte die Vorweihnachtszeit in Lembeck doch nicht bleiben. Und so beschlossen die Landwirte, an der großen LSV-Aktion mitzumachen. Die hatte Riesenerfolg bei den Anwohnern. „Beim Brötchenholen heute morgen bin ich immer wieder darauf angesprochen worden, wie toll das ausgesehen hat“, so Ortslandwirt Bernhard Heiming gegenüber unserer Redaktion.

Zu spät davon erfahren

Allerdings waren einige Lembecker enttäuscht, dass sie erst im Nachhinein etwas von der gut einstündigen Trecker-Tour erfahren haben, die auch durch Nachbardörfer ging. „Die fanden es natürlich schade, dass sie es zu spät mitbekommen haben“, sagt Michael Sprenger.

„Aber wegen der Coronazeit konnten wir das nicht ankündigen, dann hätten sich zu viele Leute auf den Straßen versammelt.“ Zudem hätte man wegen des Veranstaltungscharakters den Konvoi, wäre er vorher bekannt gemacht worden, bei den Behörden anmelden müssen.

Viele Landwirte nicht dabei

Wie Michael Sprenger mitteilt, hätten viele der im Vorfeld angesprochenen Landwirte nicht teilgenommen. „Es ist ja auch ein ziemlicher Aufwand, die Trecker zu schmücken, davor haben sich die meisten gescheut.“ Aber er ist sich sicher: „Angesichts des großen Erfolges ärgern sich die jetzt wahrscheinlich total, dass sie nicht mitgefahren sind.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
Zur Autorenseite
Michael Klein

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.