Blick auf eine überflutete Station der Schwebebahn in Wuppertal. In der Stadt im Bergischen Land sind Helfer von Feuerwehr Dorsten und THW-Ortsverband im Einsatz. © picture alliance/dpa
Hochwasser

Überblick: Dorsten und seine Nachbarn helfen im Hochwasser-Chaos (mit Video)

Seit dem Morgen sind Helfer aus Dorsten und Nachbargemeinden im Hochwasser-Einsatz. Allerdings nicht in der Heimat. Die Aufgabe für Feuerwehr und THW ist gewaltig, das Risiko nicht zu unterschätzen.

Seit Donnerstagvormittag unterstützt die Feuerwehr Dorsten ihre erschöpften Kollegen im Hochwasser-Chaos von Wuppertal. 21 Kameraden der Löschzüge Hervest 1, Lembeck und Altendorf-Ulfkotte pumpen Straßen und Keller frei. Insgesamt hatte die Kreisleitstelle am Morgen 120 Einsatzkräfte mit rund 30 Fahrzeugen ins Bergische Land geschickt, um die dortige Feuerwehr bei Rettungseinsätzen zu unterstützen.

Zwei Feuerwehrleute haben bislang in NRW bei Rettungseinsätzen ihr Leben verloren. Auch das haben die Helfer aus Dorsten zumindest im Hinterkopf. Als Zeichen der Trauer und Verbundenheit hatte Bürgermeister Tobias Stockhoff am Vormittag vor dem Rathaus und der Hauptfeuer- und Rettungswache der Feuerwehr Trauerbeflaggung angeordnet.

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff hat am Donnerstagvormittag Trauerbeflaggung vor dem Rathaus und der Feuerwache (im Bild) angeordnet. Zwei Feuerwehrleute waren in NRW bei Hochwasser-Einsätzen gestorben. © privat © privat

In einer Video-Botschaft, die Tobias Stockhoff am Nachmittag an die 21 Dorstener Einsatzkräfte richtete, bedankte er sich herzlich im Namen von Bürgerschaft, Rat und Verwaltung für diesen besonderen Einsatz in diesen besonderen Tagen: „Wir Dorstenerinnen und Dorstener sind in Gedanken bei Euch und sind stolz auf Euch, dass Ihr unsere Stadt im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft vertretet und an anderen Stellen des Landes helft, wo die Not sehr groß ist.“

Auch Andreas Fischer, Leiter der Hauptfeuer- und Rettungswache, ist stolz auf sein Team: „Niemand von unseren Kameradinnen und Kameraden hat auch nur einen Moment gezögert, als im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft die Bitte kam, erschöpfte Kameradinnen und Kameraden abzulösen, an Orten, die es deutlich schlimmer als Dorsten getroffen hat.“

Auch Schermbeck, Raesfeld und Bottrop helfen

Aus Dorstens Nachbargemeinden sind am Donnerstag ebenfalls zahlreiche Helfer in die Krisenregionen des Landes gefahren. Bereits am frühen Morgen waren sechs Helfer der Feuerwehr Schermbeck gemeinsam mit 54 Kameraden aus dem Kreis Wesel nach Erkrath aufgebrochen. Bereits seit Mittwochabend war die Feuerwehr Raesfeld in Weilerswist im Einsatz.

Seit den frühen Morgenstunden war die Feuerwehrbereitschaft Borken/Bottrop im Bereich Swisttal/Odendorf im Einsatz. Um die Mittagszeit setzten sich aus Bottrop frische Einsatzkräfte in Bewegung, um die erschöpften Einsatzkräfte im Ortsteil Odendorf abzulösen.

THW unterstützte in Wuppertal und Essen

Der THW-Ortsverband Gladbeck/Dorsten schickte bereits in der Nacht zu Donnerstag einige Helfer nach Wuppertal. „In den frühen Morgenstunden wurden dann die restlichen Kräfte zusammengerufen, um in Essen zu helfen“, berichtete THW-Sprecher Peter Boll. Insgesamt waren zu diesem Zeitpunkt über 30 Helfer mit Diesel- und Elektropumpen unterwegs.

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Stefan Diebäcker

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