Trucker fuhren mit Spanferkel zum Ring

RHADE Für einen richtigen Trucker konnte es am vergangenen Wochenende nur ein Ziel geben: den Nürburgring. Dachten sich auch einige Fahrer der Rhader M-Trans-Spedition.

von Von Michael Klein

, 18.07.2008, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie machten sich mit sechs Lastwagen gemeinsam auf zum 23. ADAC Trucker-Grand Prix, mit großem Grill und Spanferkel im Gepäck. "Das ist die Formel 1 der LKW", zeigt sich Egbert Mechlinski im Nachhinein begeistert von den Rennen um die FIA-Europameisterschaft. 190 000 Besucher und 2000 Lastwagen kamen an den drei Tagen zum Nürburgring, am Sonntagnachmittag erhielten die LKW-Fahrer sogar eine Ausnahmegenehmigung für den Nachhauseweg.

"Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn die hochfrisierten 1000 PS-Solo-Maschinen an einem vorbei brausen", sagt Egbert Mechlinski. 160 Stundenkilometer schnell sind diese Race-Trucks, die am normalen Straßenverkehr natürlich nicht teilnehmen dürfen.Jede Menge Unterhaltung

Doch auch abseits des Renngeschehens gab es eine Menge Unterhaltung für die Besucher. Ein Feuerwerk, dazu ein Konzert mit den "Boss Hoss". "Wir haben viel gefeiert", erzählt Egbert Mechlinski. Vor allem mit den Fahrer-Kollegen einer Firma aus Montabaur. Aber auch Trucker aus Reken, Lembeck oder Hünxe hat das M-TransTeam getroffen.

Besonders beeindruckend: Die Show-Trucks in der Müllenbach-Schleife sowie der fünf Kilometer LKW-Corso auf dem Nürburgring am Sonntag mit 400 Fahrzeugen. "Wir überlegen uns, ob wir da nicht im nächsten Jahr auch dran teilnehmen", so der Trucker aus Rhade. Und auch das Ausstellungsprogramm faszinierte die Besucher aus Dorsten. "Das ist dort wie eine kleine IAA für LKW-Freunde."

Die Truppe aus Rhade bestand neben Egbert Mechlinski aus den Fahrern Sven Grunberg, Detlev Pawlack, Ramon Resa und Michael Schaffmann. Und natürlich durfte auch Firmenchef Hans-Georg Mechlinski  nicht fehlen, der die Tour sponsorte. "Mit Sprit, Mautgebühren und Eintritt sind da mal eben 2000 Euro zusammengekommen", sagt Bruder Egbert Mechlinski. Nicht nur über die Arbeit reden

"Es war mal ganz angenehm, mit dem Chef nicht nur über die Arbeit, sondern auch über andere Dinge reden zu können", so die Teilnehmer. Und sie denken noch immer mit Behagen an das Spanferkel zurück, das sie sieben Stunden lang über dem Feuer rösten ließen. "Da lief den anderen Truckern das Wasser im Mund zusammen."

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