Beim ersten „Winterzauber“ auf dem Marktplatz war die Eisfläche (rechts) erstmals überdacht. © Hans Blossey
Weihnachtszeit

Trotz Corona: Ein bisschen „Winterzauber“ soll‘s in Dorsten geben

Der „Winterzauber“ erlebte im vergangenen Jahr eine gelungene Premiere in Dorsten. In Corona-Zeiten ist die Vorbereitung schwierig, aber ein bisschen was soll‘s auf jeden Fall geben.

Das Weihnachtsgeschäft ist für den Handel wichtig, in einem Jahr mit Corona-Einschränkungen und wochenlangem Lockdown womöglich lebensnotwendig. Fünf verkaufsoffene Sonntage hat die Landesregierung nun in Aussicht gestellt und die Interessengemeinschaft Altstadt (DIA), die Stadtverwaltung sowie das Veranstaltungstrio Luca Schlotmann, Hans Schuster und Benjamin Imping sind sich einig: Ein bisschen weihnachtliches Flair benötigt Dorsten auch.

Die Planungen sind allerdings schwierig wegen der sich ständig ändernden Corona-Regeln. „Mehrere Hygienekonzepte“ hat Luca Schlotmann nach eigenen Angaben schon geschrieben, „aber niemand weiß jetzt, was im November und Dezember gilt“. Doch die Chancen stehen seiner Meinung nach gut, dass es zumindest einen kleinen „Winterzauber“ auf dem Marktplatz geben wird.

Kein Zelt, aber wohl eine Eisfläche

Klar ist schon jetzt: Das große Gastronomie-Zelt, in dem sich die Dorstener im letzten Jahr gerne auf ein Getränk oder einen kleinen Snack getroffen haben, wird es nicht geben. „Das ist vor dem Hintergrund der Corona-Schutzverordnung nicht umsetzbar“, sagt Schlotmann. Auch die verschiedenen Partys, die es zu abendlicher Zeit auf dem Marktplatz gab, fallen aus.

Diese Bilder wird es in diesem Winter nicht geben. Größere Partys sind, auch unter freiem Himmel, in Corona-Zeiten tabu.
Diese Bilder wird es in diesem Winter nicht geben. Größere Partys sind, auch unter freiem Himmel, in Corona-Zeiten tabu. © Ralf Pieper (A) © Ralf Pieper (A)

Gute Chancen sieht Schlotmann hingegen für eine Eisfläche vor dem Alten Rathaus. „Das ist sicherlich möglich, auch wenn die Schlittschuhläufer sich registrieren müssten und wohl nur im Kreis laufen könnten.“ Mit der Stadtverwaltung sei man seit Wochen „in konstruktiven Gesprächen“.

Fragezeichen hinter den Eisstockmasters

Ob die beliebten Eisstockmasters in der bekannten Form über die frostige Bühne gehen können – dahinter macht Luca Schlotmann zum jetzigen Zeitpunkt noch ein kleines Fragezeichen. Immerhin: Die ein oder andere Möglichkeit, kleinere Speisen und Getränke zu kaufen, hält er für möglich. „Das machen andere Städte auch – ohne Stehtische vielleicht oder mit fest zugewiesenen Sitzmöglichkeiten.“

Die Intervent GmbH würde es freuen, wenn wenigstens in Dorsten eine Eisfläche gebaut würde und auch die Eisstockmasters stattfinden könnten. Für Geschäftsführer Thomas Hein und seine Mitarbeiter deutet sich ein trüber Winter an. Mehr als 30 Eisflächen bundesweit richtet sie jedes Jahr her, „bislang ist nur die in der Wolfsburger Autostadt sicher, aber kleiner als sonst“, sagt Hein.

Eine Absage der Eisstockmasters träfe nicht nur seine Firma hart. Mit mehr als 200 Teams ist der Spaß-Wettbewerb seit Monaten ausgebucht.

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Stefan Diebäcker

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