Treffpunkt Altstadt verabschiedet sich mit „Advent for everyone“ in die Umbauphase

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Bevor sich bald die Türen für eine längere Zeit schließen, präsentierte sich der Treffpunkt Altstadt (Auf der Bovenhorst) am Sonntag (2. Dezember) noch einmal von seiner besten Seite.

Dorsten

, 02.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Als zweites Türchen des „Wir machen MITte“-Adventskalenders lud der Treffpunkt die Dorstener zur Veranstaltung „Advent for everyone“ ein.

„Igitt!“ Angewidert verzog der fünfjährige Jonas das Gesicht. Mit verbundenen Augen kaute er, ohne es zu wissen, auf einem Stück Rettich herum. Auch nachdem er noch ein Stück probiert hatte, kam er nicht darauf, was er da im Mund hatte. Einen Stempel auf seine Laufkarte bekam er trotzdem.

Kniffelige Aufgaben an den Stationen

Die Schmeck-Station war Teil eines Parcours für Kinder, bei dem es vor allem um die Erkundung der Sinne ging. So mussten die Kinder zum Beispiel Düfte erraten und durch Schütteln herausfinden, was sich in den kleinen Döschen auf dem Tisch vor ihnen befand. „Das ist teilweise ganz schön kniffelig“, erzählte Chiara Damm, die die Station unter anderem betreute. Nachdem die Kinder alle Stationen absolviert hatten, konnten sie sich am Glücksrad tolle Preise erdrehen.

Mit Unterstützung von Treffpunkt-Leiter Christian Joswig hatte Nadine Mattes die Adventsveranstaltung ganz alleine auf die Beine gestellt. Die an Parkinson erkrankte Dorstenerin hat die Selbsthilfegruppe „Parkinson Youngster“ ins Leben gerufen und engagiert sich für das Projekt „Wir machen MITte“. „Die Grundidee war, so viele Menschen, Vereine, Instituionen wie möglich zusammen zu bekommen und zu zeigen, dass wir alle gemeinsam etwas Großes auf die Beine stellen können“, erklärte die 37-Jährige am Sonntag.

Musiker bereicherten die Veranstaltung

Und das ist ihr gelungen, denn sie hat nicht nur unter anderem die Zahnarztpraxis Dr. Schlotmann, das Atlantis, Honsel, die Dorstener Arbeit sowie die Dorstener Maria-Montessori-Schule im Treffpunkt Altstadt versammelt, sondern auch zahlreiche Musiker wie zum Beispiel Erik Rokitta und LOFX. „Viele waren erst skeptisch, ob Musik zu der Verantaltung passt, aber die Bands und Musiker haben gleich zugesagt“, so Mattes.

Während auf der Bühne die Bässe wummerten, präsentierten sieben Mitglieder der „Parkinson Youngsters“ ihre kreativen Werke an verschiedenen Ständen. So zum Beispiel auch Rafael Dziurzyk. Er hatte seine farbenfrohen Bilder mitgebracht. „Ich male sei zwei Jahren Acrylbilder in Fließtechnik, ganz ohne Pinsel“, erklärte er. Nadine Mattes sieht die Veranstaltung auch als weiteren Schritt in Richtung Toleranz für an Parkinson Erkrankte: „Und für unsere Mitglieder ist es wichtig, die Angst vor der Öffentlichkeit zu verlieren.“

„Die Öffnung zur Stadtmitte hin halte ich für unerlässlich“

Mit einem lachenden und weinenden Auge blickt Nadine Mattes der Schließung des Treffpunkts Altstadt für den Umbau entgegen. „Das ist ein besonderer Ort und ich bin schon sehr traurig, dass demnächst hier erst einmal geschlossen ist“, sagte sie. Dennoch freue sie sich auch auf die Umgestaltung. „Ich glaube, das Neue wird mega und besonders die Öffnung zur Stadtmitte hin halte ich für unerlässlich.“

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