Der ehemalige Hotelier Egon Berken ist im Alter von 80 Jahren verstorben. © Klaus Rosenkranz (Archiv)
Bekannter Dorstener

Trauer um Egon Berken: Bekannter Hotelier und Gastwirt ist verstorben

Der bekannte Dorstener Hotelier und Gastwirt Egon Berken ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Um ihn trauern Familie, Freunde, langjährige Wegbegleiter und ehemalige Gäste seines Hauses.

Er hat ein Leben mit vielen Höhen und Tiefen gemeistert. Jetzt ist er im Alter von 80 Jahren verstorben: Um den ehemaligen Dorstener Gastronom und Hotelier Egon Berken trauern neben Familie und Freunden zahlreiche Menschen in der Stadt. Viele kannten und schätzten Egon Berken als Mensch, aber auch als versierten Gastwirt und Hotelier mit Herz und Humor.

Als Egon Berken am 4. September 1940 das Licht der Welt erblickte, führten seine Eltern das Hotel Berken, An der Molkerei in Hervest, unweit des Gemeindedreiecks mit einem wunderschönen kleinen Waldstück hinter dem Hotel schon seit 1933.

Egon Berken lernte sein Handwerk im Schloss Raesfeld

Egon Berken lernte seinen Beruf von der Pike auf, machte seine Ausbildung im Schloss Raesfeld, stieg dann mit 28 Jahren, 1968, in den Betrieb der Eltern ein, den er schließlich in Alleinverantwortung übernahm.

Er führte das Haus zu einer der ersten Adressen in Dorsten und bildete, quasi zwischendurch, über 20 Lehrlinge in Küche oder Restaurant aus. Thomas Püttmann, Chef der Gastronomie am Blauen See, ist einer seiner Zöglinge.

Nach der Zechenschließung kam die Krise

Geschäftsleitung von DeKoWe, der Maschinenfabrik, der Eisengießerei, Stewing, Ruhrgas oder auch die Stadtspitze der Stadt Dorsten gingen im Haus Berken ein und aus. Die große Resonanz ließ nach, als die Dorstener Zeche ihre Pforten schloss und zahlreiche Betriebe ebenfalls das wirtschaftliche Aus erlebten. Die Gäste im Hotel Berken wurden weniger, das Geschäft von Egon Berken trotz jahrzehntelanger Erfahrungen im Hotel- und Gaststättengewerbe schwieriger.

Am 7. Februar 2019 begannen die Abrissarbeiten am Hotel Berken An der Molkerei.
Am 7. Februar 2019 begannen die Abrissarbeiten am Hotel Berken, An der Molkerei. © Guido Bludau © Guido Bludau

Egon Berken, müde nach 55 Jahren harter Arbeit und von persönlichen Schicksalsschlägen schwer getroffen, wollte 2013 Schluss machen, da die Geschäfte immer schlechter liefen. Die Pläne, dass ein anderer sein Restaurant und sein Hotel unter zeitgemäßen Bedingungen weiterführen sollte, zerschlugen sich aber.

Immobilie an einen Bauunternehmer verkauft

Zwei Jahre lang hielt Egon Berken vergeblich Ausschau nach einem Nachfolger. Auch die eigenen Kinder wollten die Immobilie nicht haben. Deshalb verkaufte der Senior seine Immobilie an einen Bauunternehmer aus Vreden.

Zwischenzeitlich, vor der Neubebauung, wurde das Hotel Berken von der Stadt Dorsten als Asylbewerberunterkunft genutzt. Er selbst blieb noch eine Weile in seinem Haus hinter dem ehemaligen Hotel Berken wohnen.

Die Trauerfeier für den Verstorbenen findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

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Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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