Totes Pferd in Dorsten: Es war keine Tierquälerei

Untersuchungsergebnisse

Die Stute, die vor zehn Tagen auf einer Weide in Holsterhausen aufgefunden wurde, ist nicht zu Tode gequält worden. Tier-Mediziner haben eine andere Erklärung.

Dorsten

, 06.10.2020, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unter einer Plane wurde die tote Stute einige Tage vor neugierigen Blicken geschützt.

Unter einer Plane wurde die tote Stute einige Tage vor neugierigen Blicken geschützt. © Guido Bludau (A)

Das zuständige Veterinäruntersuchungsamt in Münster hat nach Angaben der Polizei herausgefunden, dass die Verletzungen des Pferdes auf einen natürlichen Tod hindeuten. „Es haben sich keine Hinweise auf eine menschliche Gewalteinwirkung ergeben“, hieß es.

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Die Verletzungen wurden möglicherweise nach dem Tod des Pferdes durch andere Tiere verursacht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei weiter. Die weiteren Untersuchungen dauern an.

„Wir sind alle erleichtert“

„Wir sind alle erleichtert“, bestätigte Polizeisprecherin Ramona Hörst am Dienstag auf Anfrage. „Der Gedanke, dass sich in der Region ein Pferde-Ripper herumtreibt, hat uns allen keine Ruhe gelassen.“ Hörst bestätigte, dass es seit dem Tod der Stute zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gegeben habe.

Welche Tiere die Verletzungen an dem toten Pferd verursacht haben, ist unklar. Ein Wolf kommt dafür wohl nicht infrage.

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Vor der Veröffentlichung der Nachricht hatte die Polizei Familie Büning informiert, deren Stute Bahila (26) auf der Weide gestorben war. „Sie sollten das nicht aus den Medien erfahren“, so Hörst. Peter Büning hatte eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auf den vermeintlichen „Pferde-Ripper“ ausgelobt, Nachbarn und Freunde wollten die Summe aufstocken.

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