Der Original-Tisa-Brunnen ist Vergangenheit. © Privat
Meinung

Tisa-Brunnen: Entscheidung könnte sich noch zum Eigentor entwickeln

Das Tisa-Brunnen-Votum naht. Eine Entscheidung, die Folgen haben wird - so oder so. Für den Standort am Alten Rathaus könnte sie sich durchaus zum Eigentor entwickeln. Ein Kommentar.

Ich bin zwar gebürtiger Dorstener, eine emotionale Bindung zum ehrwürdigen Tisa-Brunnen auf dem Marktplatz habe ich aber nie entwickelt. Deswegen kann ich mich entspannt zurücklehnen, wenn der Stadtrat demnächst über das künftige Aussehen des Wasserspiels vor dem Alten Rathaus befinden wird.

In der Haut vom Kunst-Beirat, der am Dienstag (8. Juni) eine erste Richtungsentscheidung fällt, und Politik möchte ich aber nicht stecken – zu sehr ist die öffentliche Meinung in Sachen Tisa-Brunnen gespalten.

Fällt das Votum für ein wie auch immer geartetes Wasserspiel im Geiste Tisas aus, schäumen die vielen Bürger, die ein stadt- und kulturhistorisches Bauwerk zumindest als Replik erhalten wissen wollen. Gibt es diesen Nachbau, sind Markthändler, Gastronomen, Stadtfeste-Macher enttäuscht, die gerne mehr Aufstellfläche hätten.

Plitschi-Platschi-Irgendwas

Außerdem: Die damalige Ratsentscheidung, auf jeden Fall wieder einen Nachfolgebrunnen zu errichten, könnte sich noch zum Eigentor entwickeln. Einen klaren Schnitt zu machen, falls die Replik-Lösung durchfällt, wäre aus platz-ästhetischer Sicht durchaus sinnvoll gewesen.

Und vielleicht auch aus künstlerischen Gründen: Lieber keinen Brunnen als womöglich ein Plitschi-Platschi-Tisa-Irgendwas-Dingsbums an dieser Stelle.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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