Till Brönner fotografiert TV-Koch Frank Rosin in der Kaue von Fürst Leopold in Dorsten

dzFoto-Shooting

Trompeter und Fotograf Till Brönner lichtet in der Kaue von Fürst Leopold den Wulfener TV-Koch Frank Rosin ab. Ein Instagram-Post der Foto-Session sorgt für Diskussion in Boulevard-Medien.

Dorsten

, 21.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Da kommt einer der weltweit erfolgreichsten Jazz-Trompeter nach Dorsten - und dann ist nicht mal ein Ton von ihm zu hören. Schade, schade. Zugegeben: Mit einem Konzert oder einem Improvisationsständchen war aber auch nicht zu rechnen, als Till Brönner am Montag (18. Februar) unbemerkt von der Öffentlichkeit die Kaue im Creativ-Quartier von Fürst Leopold betrat.

Denn der Star-Musiker hatte kein Musikinstrument dabei, sondern nur seinen Fotoapparat: Er war nämlich von dem Wulfener Zwei-Sterne-Koch Frank Rosin für ein Foto-Shooting engagiert worden.

Für Grammy nominiert

Seit mehr als 20 Jahren veröffentlicht Till Brönner erfolgreich Jazz-Alben, begeistert seine Fans bei Live-Konzerten auf der ganzen Welt. Er wurde für den Grammy nominiert, 2016 von US-Präsident Barack Obama ins Weiße Haus eingeladen.

Einem breiteren Publikum wurde er zudem durch seine Teilnahme an der Vox-Castingshow „X Factor“ bekannt, wo er in zwei Staffeln als Juror an der Seite von Sarah Connor mitwirkte - beide Male gewannen seine Kandidaten den Wettbewerb, darunter im Dezember 2011 auch der aus Rhade stammende Musiker und Ex-Polizist David Pfeffer.

Seit Jahren als Fotograf aktiv

Seit mehreren Jahren ist der 47-Jährige Star-Musiker aber auch als Fotograf unterwegs. 2014 veröffentlichte er seinen ersten Bildband „Faces of Talent“. Darin porträtierte er in ganz eigener Ästhetik Jazzkünstler wie Gregory Porter, aber auch Schauspieler und Stars wie Armin Müller-Stahl. Seitdem nehmen viele Prominente seine kreativen Foto-Künste in Anspruch.

Botschaft an Angela Merkel

Eines der Bilder aus der Dorstener Foto-Session mit Frank Rosin hat am Donnerstag in den Boulevard-Medien und sozialen Netzwerken für Diskussionen gesorgt. Bei Instagram postete der Sternekoch öffentlichkeitswirksam ein Bild, das ihn mit nachdenklichem Blick zeigt, dort „wo die Vorfahren für uns geschuftet“ haben, wie er zu dem Foto schreibt.

Der Fernsehkoch verpackte das Bild zusätzlich mit einer Botschaft, in der er gegen Altersmut protestierte. Seine Kritik richtete der Promi-Koch direkt an Angela Merkel, was er durch den Hashtag #angelamerkel und den Zusatz @bundeskanzlerin kenntlich machte.

Mehr als 4000 Personen klickten auf „Gefällt mir“, Rosin scheint damit seinen Followern aus der Seele gesprochen zu haben. In Kommentaren berichteten viele Instagram-User über Beispiele für Altersarmut aus dem eigenen Familien- und Verwandtenkreis.

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