Tierheim darf auf 80.000 Euro pro Jahr hoffen

Politiker entscheiden über Zukunft

Geben die Dorstener Politiker am Mittwoch grünes Licht, dann ist die Zukunft des Dorstener Tierheims gesichert. Die Verwaltung empfiehlt nämlich, dem hiesigen Tierschutzverein ab Beginn des neuen Jahres einen Betriebskostenzuschuss von 80.000 Euro im Jahr zu zahlen.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 19.09.2012, 14:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Tierschutzverein soll mit dem erhöhten Zuschuss endlich in die personelle Lage versetzt werden, eine ordnungsgemäße Fundtier-Betreuung gewährleisten zu können (die bekanntlich zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehört). Das neue Konzept des Tierschutzvereins für die Anlage am Ellerbruch sieht nämlich eine Vollzeit bzw. zwei Teilzeitstellen vor, dazu zwei 400 Euro-Kräfte. „Nur mit diesem Zuschuss kann der Verein dieses dringend notwendige Personal einstellen“, argumentiert die Stadt.

Dabei sind die jährlichen Kosten, die der Tierschutzverein aufmacht, durchaus höher. Insgesamt geht es in dem Konzept um knapp 110.000 Euro, allein die Verpflegung der Tiere schlägt mit 36.000 Euro im Jahr zu Buche, daneben fallen Arztkosten in Höhe von 18.000 Euro an, die Verwaltung wird mit 13.000 Euro veranschlagt.Die Differenz muss der Tierschutzverein, so das Ergebnis der Verhandlungen mit der Stadt, durch Mitgliedsbeitrage, Spenden oder Sponsoren zu decken versuchen. „Außerdem leisten viele ehrenamtliche Helfer dort unentgeltliche Arbeit“, so die Verwaltung, die noch einmal darauf verweist, dass der neue Vorstand der Tierschützer sich einen guten Ruf erworben habe.

Die Stadt ist sich im Klaren darüber, dass neben einer besseren Personalausstattung auch Um- bzw. Neubaumaßnahmen im Tierheim vonnöten sind. Dies habe das Kreisveterinäramt unmissverständlich so gefordert. Der Tierschutzverein hat mit einem Architekten bereits eine Vorplanung erstellt – nach dieser beläuft sich die Bausumme auf 400 000 bis 500 000 Euro. Im Etat der Stadt sind jedoch nur 200 000 Euro vorgesehen. Nun hofft man, dass sich die Kosten durch Eigenleistungen des Vereins und Sponsoren reduzieren lassen. Geprüft werden soll auch noch, wer als Bauherr auftritt. Eigentümer des Geländes ist die Stadt, der Verein ist lediglich der Pächter des Tierheims.

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