Teilnehmer aus Dorsten machen beim Stadtradeln mehr als 80.000 Kilometer

Stadtradeln

Die Klimaschutz-Aktion „Stadtradeln“ ist vorbei. Dorsten landete bei den Mittelstädten landesweit auf dem 12. Platz. Auch der vierjährige Simon strampelte kräftig für seine Stadt mit.

Dorsten

, 18.06.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Teilnehmer aus Dorsten machen beim Stadtradeln mehr als 80.000 Kilometer

Die Wilkes aus Holsterhausen bildeten als einzige Dorstener Familie eine eigene Teilnehmergruppe beim Stadtradeln. © Privat

Simon Wilkes aus Holsterhausen ist jeden Tag rund drei Kilometer zum Ahorn-Kindergarten und zurück nach Hause mit dem Rad gefahren. Das haben seine Eltern Martina und Stefan Wilkes fein säuberlich dokumentiert. Insgesamt 45 Kilometer ist der Vierjährige damit in den drei „Stadtradeln-Wochen“ für seine Heimatstadt in die Pedale getreten - und hat damit seinen Teil dazu beigetragen, dass Dorsten derzeit landesweit einen beachtenswerten Platz 12 der NRW-Städte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern belegt.

282 Radler in 46 Teams

Drei Wochen aktives Radeln sind vorbei: Am Freitag (14. Juni) endete das bundesweite Klimaschutz-Projekt „Stadtradeln“ auch in Dorsten. Die Bilanz aus hiesiger Sicht: 282 Radler in 46 Teams haben mitgemacht, davon sechs Mitglieder des Stadtrates. „Sie legten in dieser Zeit 81.188 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei gut 11.500 Kilogramm CO2. „Die gefahrene Strecke entspricht der zweifachen Länge des Äquators“, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Radsportclub radelte 25.000 Kilometer

Mit einer Gesamtstrecke von über 25.000 Kilometer und 38 Teilnehmern war der Radsportclub Dorsten das mit Abstand aktivste Team in Dorsten. Die Radsportler von „Team Lembeck“ (34 Mitglieder) legten über 12.700 Kilometer zurück und die Sportgruppe „moradler“ (24 Teilnehmer) rund 8600 Kilometer.

Betrachtet man die Relation der gefahrenen Kilometer pro Teammitglied setzen sich jedoch andere Teams an die Spitze. Das Team „Radeln macht Spaß“ setzt sich dabei mit annähernd 1000 Kilometer pro Teammitglied an die Spitze der relativen Kilometer. Das Team „Orca“ brachte pro Stadtradler ebenfalls deutlich über 900 Kilometer in den vergangenen 21 Tagen zusammen. „PaMaBe“ belegt Platz 3 mit 730 Kilometer pro Teilnehmer.

„Radeln ist super“

Auf 460 Kilometer kamen die Wilkes aus Holsterhausen, die unter dem Gruppen-Namen „Radeln ist super“ als einzige Dorstener Familie teilnahm. „Wir haben in den drei Wochen nicht versucht, möglichst viele Extra-Kilometer zu machen“, betont Wilkes, „sondern wollten nachhalten und eine Rückmeldung geben, wie lang unsere normalen Alltagsstrecken sind“.

Für die Holsterhausenerin ist es ganz wichtig, dass möglichst viele Bürger aufs Auto verzichten: „Denn unser Klima kippt“, sagt sie. Aber die Wilkes haben in den Stadtradeln-Wochen gemerkt, dass man nicht alle Strecken mit dem Rad fahren kann. Sohn Dorian, der jeden Tag zum St.-Ursula-Gymnasium muss und Tochter Antonia, die auf die St.-Ursula-Realschule am Nonenkamp geht, hatten keine Probleme. Aber beim Einkaufen wurde es schwieriger.

Großeinkauf schwierig

„Kleine Besorgungen können wir zwar gut auf zwei Rädern erledigen“, erzählt Stefans Wilkes. Aber beim Großeinkauf sind seiner Frau die schweren Taschen vom Lenker gerutscht, ein Teil der Sachen lag auf der Straße. „Da habe ich beim nächsten Mal wieder den Wagen genommen“, gesteht Martina Wilkes, die auch zur Arbeit den Wagen nehmen muss. Während ihr Mann auf dem Weg zu seinem Job in Essen hin und wieder das Angebot nutzt, kann sie nicht auf die Bahn zurückgreifen. „Die Arbeitszeiten und der Arbeitsort sind dafür leider nicht sehr praktisch.“

Nachmeldungen möglich

Derzeit befinden sich die Kommunen im Nachtragezeitraum. Bis zum 21. Juni (Freitag) können registrierte Radler noch ihre Kilometer melden. Anfang Juli werden die definitiven Ergebnisse des Stadtradelns bekanntgegeben und die aktivsten Teams und Radler zu einer Ehrung eingeladen.

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