Technische Umrüstung der Züge ist derzeit nicht möglich

Nordwestbahn

Die nächsten Winter-Tage kommen bestimmt - und damit garantiert auch wieder die Probleme mit den Trittstufen der Nordwestbahn-Züge.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 06.02.2011, 15:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ohne ausgefahrene Trittstufe ist es in Dorsten schwierig, die Züge der Nordwestbahn zu besteigen.

Ohne ausgefahrene Trittstufe ist es in Dorsten schwierig, die Züge der Nordwestbahn zu besteigen.

„Das hängt mit den Fangkästen zusammen. Da muss nur ein Stein drin liegen und dann geht nichts mehr.“ Bereits nach dem Winter 2009/2010 hatte die ÖPNV-Ratskommission kritisiert, dass vor allem die Fahrgäste am Dorstener Bahnhof erhebliche Schwierigkeiten beim Ein- und Ausstieg hatten. Vereisungen und Split hatten dazu geführt, dass die Trittstufen der Züge nicht mehr ausgefahren werden konnten.  

Obwohl die Nordwestbahn im Oktober ankündigte, mit einem „Aktionsplan“ die Störungsrate so niedrig wie möglich zu halten, sorgte der strenge aktuelle Winter dafür, dass wieder unzumutbare Bedingungen vor allem für Senioren und gehbehinderte Menschen herrschten. „Wir können nur darauf warten, dass die Deutsche Bahn die Bahnsteige am Bahnhof um 70 Zentimeter erhöht“, so Dietmar Koch. „Oder darauf, dass die Nordwestbahn neue Züge einsetzt.“ Denn der Fahrzeughersteller könne die anfällige Technik bei den derzeit eingesetzten Triebwagen nicht ändern. Und selbst wenn, wäre ein langwieriges Genehmigungsverfahren nötig.

„Wir sollten nachhaken, ob an Wintertagen wirklich mehr Service-Mitarbeiter vor Ort sind“, hieß es aus Reihen der Politik. Denn die Nordwestbahn wolle versuchen, dass zumindest für jeden Zug, der auf der RB 43 mit seinen vielen veralteten Bahnsteiganlagen unterwegs ist, eine Servicekraft zur Verfügung steht, die beim Ein- und Ausstieg hilft. Der Vertrag mit dem VRR sieht ansonsten vor, dass für die bis zu 13 eingesetzten Fahrzeuge nur sieben Servicekräfte bereit zu stehen haben.

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