Teams aus Dorsten sollen beim Stadtradeln möglichst viele Radkilometer abstrampeln

dzStadtradeln

Die Stadt Dorsten beteiligt sich zum zweiten Mal am bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“. Familien, Freundeskreise, Firmen, Vereine und Schulen sollen möglichst viele Kilometer machen.

Dorsten

, 04.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Wer fährt die meisten Kilometer mit Rad oder E-Bike? Das ist die Frage beim „Stadtradeln“, einem seit 2008 laufenden Wettbewerb, an dem sich in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2014 auch die Stadt Dorsten beteiligen wird. Zwischen dem 25. Mai und dem 19. Juni können alle Menschen, die in Dorsten wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören, Radkilometer für die Lippestadt oder das eigene Team sammeln.

Kampagne vom Klimabündnis

Bei dieser Kampagne des „Klimabündnisses“, dem auch die als „fahrradfreundlich“ zertifizierte Kommune Dorsten angehört, sind ausdrücklich auch Kommunalpolitiker zum Mitmachen eingeladen, um ihnen das Thema Radfahren in ihrer Stadt näher zu bringen. Informationen zum diesjährigen Stadtradeln wird die Stadt der Politik deshalb nächste Woche in der Umwelt- und Planungsausschuss-Sitzung präsentieren.

Dorsten noch nicht gelistet

Allerdings: Obwohl das Stadtradeln bereits in anderthalb Monaten stattfinden soll (und die Stadt am Freitag, 5. April, bei der Innenstadtaktion „Dorsten in Bewegung“ schon mal kräftig Werbung für die Sache machen könnte), ist Dorsten noch gar nicht als teilnehmende Stadt bei der Stadtradeln-Zentrale in Frankfurt gelistet. Und fehlt auch auf der deren Online-Karte.

Das ist aber kein Versäumnis der Stadt. Ludger Böhne, Pressesprecher der Stadtverwaltung, erklärte auf unsere Anfrage, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) zentral für Städte der Metropolregion Ruhr die Anmeldung übernehme. Dies bestätigte Barbara Klask von der RVR-Pressestelle. Die Anmeldung erfolge am Freitag (5. April), sagte sie, „gebündelt für 15 Städte“, darunter neben Dorsten auch die Nachbarkommunen Marl, Gladbeck und Bottrop.

Nach 48 Stunden freigeschaltet

Vor drei Wochen begann das Anmeldeverfahren, „wir überlassen es aber jeder Kommune selbst, wann sie damit anfängt, die Werbetrommel für die Aktion zu rühren“, sagt Jörn Klein von der Stadtradeln-Zentrale in Frankfurt: Nach der Anmeldung dauert es nach seinen Angaben 48 Stunden, bis für eine teilnehmende Stadt der betreffende Unterordner auf der Internetseite „Stadtradeln.de“ frei geschaltet wird.

Auf der Homepage erhält die Stadtverwaltung die nötigen Materialien für ihre eigene Kampagne vor Ort. Dort können sich also voraussichtlich ab nächster Woche auch an der Teilnahme interessierte Teams aus den jeweiligen Städten anmelden. In den drei Aktionswochen dokumentieren die Teilnehmer alle mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer – egal ob den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Ein Team besteht dabei aus mindestens zwei Personen, zum Beispiel Familie, Freundeskreis, Verein, Fußballmannschaft, Schulklasse oder Unternehmen.

Auftakt mit Aktionstag

Offizieller Auftakt für das Dorstener Stadtradeln soll der Aktionstag „Dorsten - Har(d)t im Sattel“ am 19. Mai (Sonntag) zwischen 11 und 16 Uhr auf dem Georgplatz sein. Unterschiedliche Akteure (Stadt Dorsten, Dorstener Arbeit, lokales Gewerbe und Vereine) wollen dabei die Bürger für alternative und klimaschutzfreundliche Nahmobilität sensibilisieren.

In den vergangenen Jahren haben sich auch Dorstens Nachbarstädte am dreiwöchigen Stadtradeln beteiligt. In Marl sind beispielsweise im Vorjahr zwölf Teams insgesamt 43.000 Kilometer geradelt, in Gladbeck kamen 48.500 Kilometer zusammen, in Bottrop legten Radelnde sogar 105.000 Kilometer zurück - und vermieden dabei fast 15.000 Kilogramm CO2 gegenüber der gleichen Fahrten mit dem Auto.

11.574 Kilometer bei der Premiere

So viele waren es im September 2014 bei der Dorstener Premiere nicht: 37 registrierte Radler strampelten 11.574 Kilometer. Das sind 313 Kilometer pro Person gewesen. Dass es nicht mehr waren, hatte damit zu tun, dass der Sturm „Ela“ den Organisatoren damals einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Wegen der Sturmschäden musste die Aktion seinerzeit verschoben und kleiner gefahren werden.

Aber nicht nur der Klimaschutz ist Ziel des Wettbewerbs, bei dem am Ende der Laufzeit die geradelten Kilometer gezählt und die besten Teams und Einzelpersonen ausgezeichnet werden. Er ist auch eine Möglichkeit, das Radwegenetz vor Ort selbst zu testen. Mit der integrierten Meldeplattform „RADar!“ können die Bürger Hinweise auf problematische oder fehlende Infrastrukturen für Radler in der Stadt geben. Weitere Infos auf der Homepage von Stadtradeln.
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