Ein Baum stürzte am Morgen in Rhade auf Bahngleise. © Guido Bludau
Sturm

Sturm über Dorsten machte vor allem der Bahn zu schaffen

Sturmtief „Ignaz“ hat der Feuerwehr am Donnerstag zumindest am Vormittag Arbeit beschert. Bahnkunden spürten die Auswirkungen etwas länger.

„Ignaz“, wie Meteorologen den ersten Herbststurm des Jahres getauft hatten, erreichte Dorsten am frühen Donnerstagmorgen. Doch er entfachte bei weitem nicht die Kraft, die angekündigt worden war.

Dennoch musste die Feuerwehr Dorsten am frühen Morgen und vor allem am Vormittag etwa ein Dutzend Einsätze fahren. Los ging es um kurz nach fünf auf der Dülmener Straße in Wulfen, dort waren Äste herabgestürzt. An der Kirchhellener Allee musste gegen 9 Uhr die Bundesstraße wegen eines umgestürzten Baums in Höhe der Alleestraße kurzzeitig in beiden Richtungen gesperrt werden. Mit Kettensäge und Muskelkraft räumten die Einsatzkräfte den Baum zur Seite.

Die Kirchhellener Allee musste am Morgen kurzzeitig gesperrt werden. © Berthold Fehmer © Berthold Fehmer

Länger dauerten die Beeinträchtigungen bei der Bahn. Ein Baum war am Morgen in Rhade am Hakenweg auf Gleise gestürzt. Die Feuerwehr durfte aber nicht sofort eingreifen, weil der Bahnverkehr von offizieller Seite zunächst gestoppt werden musste. Betroffen war die Linie RE 14 („Der Borkener“). Es kam zu Verspätungen und mehreren Zugausfällen.

Mit vereinten Kräften räumten Feuerwehrleute am Vormittag die Gleise in Rhade. Mehrere Züge des RE 14 fielen aus. © Guido Bludau © Guido Bludau

Auch auf der Strecke der RB 45 (Essen-Steele/Dorsten) und RB 43 (Dorsten/Dortmund) mussten Fahrgäste Geduld mitbringen – oder auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen. Auf beiden Strecken gab es Verspätungen, in Richtung Dortmund fielen mehrere Züge aus.

Auf einem Spielplatz an der Straße Winkelkamp in Wulfen war am Vormittag eine Baumkrone ausgebrochen. Der Spielplatz wurde gesperrt, auch wenn dort zu dieser Zeit und wegen des Wetters ohnehin keine Kinder waren. Ein Trupp der Stadt Dorsten entfernte mit Spezialgerät die Baumkrone, die u.a. auf ein Garagendach und in einen privaten Garten gestürzt war.

Mit Spezialgerät wurde in Wulfen eine abgebrochene Baumkrone von einem Garagendach gehievt. © Guido Bludau © Guido Bludau

Weitere Einsätze hatte die Feuerwehr u.a. in Lembeck und Wulfen sowie an der Bochumer Straße. Menschen kamen am Donnerstag durch den Sturm nicht zu Schaden.

Die Warn-App Nina hatte bereits am Mittwochabend vor schweren Sturmböen in Dorsten und im Kreis Recklinghausen gewarnt. Bis zum Abend müsse mit Windgeschwindigkeiten von teilweise 75 bis 90 km/h gerechnet werden.

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Stefan Diebäcker
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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