Kinder und Erwachsene befüllten das Kunstwerk gemeinsam mit selbst bemalten Steinen. © Michael Klein
Kunstaktion

Steinkreis mit bunten Findlingen wird zum nächsten „Respekt“-Kunstwerk

Sie haben in ihren „Abschiedsnächten“ im Kindergarten Findlinge bemalt - jetzt durften die Kita-Kinder damit ein Kunstwerk zum Thema „Respekt“ mit Leben füllen.

Bislang war der aus 40 großen Findlingen umrandete und im Frühjahr gebaute Steinkreis auf dem Spielplatz an Rossiniweg/ Leharstraße lediglich mit grobkörnigem braunem Sand gefüllt – doch jetzt hat das Bauwerk endlich erstes farbenfrohes Innenleben angenommen: Die vielen kleinen und großen Teilnehmer einer Feierstunde füllten das Kunstwerk am Donnerstag nämlich mit selbst bemalten und beschrifteten Steinen zum Thema „Respekt“.

Die Dorstenerin Ursel Kipp hatte die Idee zu diesem Projekt – eines von dreien, die die Ideenfabrik Stadtsfeld in Zusammenhang mit der „Dorstener Erklärung für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“ entwickelt hatte. Die Künstlerin fand in Nadine Gelissen, Leiterin der am Spielplatz gelegene Kita „Arche“, eine begeisterte Mitstreiterin.

Die Vorschulkinder aus den drei Kita-Gruppen namens „Hase“, „Igel“ und „Pinguin“ sorgten am Donnerstag mit dafür, dass der Steinkreis mit vielfältigen kreativen Stein-Motiven zum Thema „Respekt“ gefüllt wurde. An drei aufeinanderfolgenden „Abschiedsnächten“ in ihrem Kindergarten hatten die künftigen Erstklässler jeweils einen Findling und mehrere kleine Stein bunt gestaltet und sich schon mal einen geeigneten Platz im Steinkreis dafür ausgesucht.

Die beiden großen Findlinge hatten die Kinder mit ihren Erzieherinnen in ihren
Die beiden großen Findlinge hatten die Kinder mit ihren Erzieherinnen in ihren „Abschiedsnächten“ im Kindergarten bemalt. © Michael Klein © Michael Klein

Am Donnerstag durften nicht nur die Kinder ran, auch Erwachsene sorgten dafür, dass der Steinkreis zum Hingucker wird. Ute Blume und Florian Hemmer von der „Dorstener Arbeit“, deren Mitarbeiter den Steinkreis errichtet hatten, legten ein „Einweihungs-Präsent“ nieder, auch Bürgermeister Tobias Stockhoff und Parkbürgermeister Hans Kratz mit Enkelsohn machten den Anfang.

Auch Mercaden machten mit

Und Mercaden-Centermanager Ralf Gertz brachte einige der vielen hundert Steine mit, die Dorstener Grundschul- und Kitakinder in einer gemeinsam Osterferien-Beschäftigungsaktion mit Jugendamt und Mr. Trucker-Kinderhilfe im Einkaufszentrum niedergelegt hatten.

Die Projektleiterinnen Ursel Kipp und Nadine Gelissen hoffen nun, dass der Steinkreis weiter wächst, denn im Steinkreis ist noch eine Menge Platz. „Es wäre schön, wenn Familien zu Festen wie Taufen, Hochzeiten, Schulabschlüssen, Konfirmation oder Kommunion Steine und Findlinge gestalten und hier ablegen.“

Die Kinder der Arche-Kita würden sich jedenfalls sehr darüber freuen – denn sie haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema „Respekt“ beschäftigt. Sie waren es nämlich, die das von Unbekannten zerstörte „Respekt“-Kunstwerk der Künstlerin Brigitte Stüwe mit bunten Aufmunterungs-Botschaften und -Schriftzügen verziert hatten.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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